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Biotechnica 2009 Biotechnica mit deutlichem Plus bei Ausstellern

Redakteur: Olaf Spörkel

Mit mehr Ausstellern und deutlich größerer Ausstellungsfläche startet die Biotechnica mit positiven Vorzeichen in ihre diesjährige Auflage.

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650 Aussteller präsentieren in diesem Jahr in den Hallen 8 und 9 ihre Produkte rund um die Biotechnologie. (Bilder: Deutsche Messe AG)
650 Aussteller präsentieren in diesem Jahr in den Hallen 8 und 9 ihre Produkte rund um die Biotechnologie. (Bilder: Deutsche Messe AG)
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Biotechnica setzt mit einem Plus bei Ausstellern und Fläche positive Zeichen in der Wirtschaftskrise. „Sowohl Ausstellerbeteiligung als auch Flächenbelegung sorgen für gute Stimmung“, sagt Stephan Ph. Kühne, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Messe AG, Hannover. Insgesamt sind mehr als 11 200 Quadratmeter Netto-Ausstellungsfläche belegt. „Damit liegen wir mit über 30 Prozent sehr deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres. Die Neuausrichtung der Biotechnica in den letzten beiden Jahren trägt Früchte und stärkt unsere europäische Führungsposition für Biotechnologie und Life Sciences.“

In diesem Jahr zeigen 650 Aussteller (2008: 535), welche Anwendungsmöglichkeiten die Bio-technologie in Gesundheitswesen, Lebensmittelproduktion, Industrie und Umweltschutz zu bieten hat. Vertreten sind Unternehmen und Institutionen aus 28 Nationen. Die meisten ausländischen Unternehmen kommen aus Frankreich, der Schweiz, den USA, Großbritannien und den Niederlanden. Auch aus China, Neuseeland und Brasilien haben sich Aussteller angemeldet. Größte asiatische Ausstellernation ist Korea.

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Biotechnica zieht Top-Wissenschaftler an

Neben Geschäftsanbahnungen stehen internationales Networking und Wissensvermittlung im Mittelpunkt. „Das Konferenzprogramm ist ein Highlight der diesjährigen Veranstaltung“, sagt Kühne. Mehr als 500 internationale Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik referieren über die aktuellen Entwicklungen der Branche. Dazu gehören der Virologe Dr. Werner Wunderli, Universität Genf, der Wissenschaftshistoriker und Buchautor Prof. Dr. Ernst Peter Fischer, Universität Konstanz, und der Amerikaner Dr. Kary Mullis, Nobelpreisträger Chemie und Erfinder der Polymerase-Kettenreaktion (PCR), die zum Nachweis von Erbkrankheiten, Virusinfektionen wie der Schweinegrippe oder für das Erstellen und Überprüfen genetischer Fingerabdrücke verwendet wird. Ausstellung und Konferenzen werden sich in diesem Jahr stärker ergänzen. „Dabei legen wir einen Schwerpunkt auf Bioinformatik“, betont Kühne. Die BIOTECHNICA zeige, wie sich mit dem Einsatz von IT vielfältige biologische Datensätze einordnen sowie komplexe Sachverhalte analysieren und vereinfachen lassen. Der Ausstellungsbereich begleitet die neue Konferenz „Bio-IT World Europe“, die mehr als 70 praxisorientierte Vorträge für Biotechnologen, Pharmazeuten, Kli-nikexperten und IT-Fachleute bietet. Ebenfalls Premiere feiern die Ausstellung und Konferenz zum Thema „Protein Engineering“. Die Expression und Aufreinigung von Proteinen ermögliche die Entwicklung therapeutischer Antikörper zur Behandlung von Krebs oder immunologischen Krankheiten, sagt Kühne.

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