Newsticker November: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Stimmung in rheinland-pfälzischer Chemieindustrie trübt sich ein

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18.11.2021

Tübingen (dpa) *23:30 Uhr – Curevac steigert Umsatz kräftig – Verlust legt ebenfalls deutlich zu

Das Biotechunternehmen Curevac hat im dritten Quartal bei kräftig gestiegenen Umsätzen den Verlust deutlich ausgeweitet. Der Erlös sei zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 463 Prozent auf 29,3 Millionen Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend in Tübingen mit. Das Umsatzplus der ersten neun Monate liegt immerhin noch bei 44 Prozent. Der Anstieg sei jeweils hauptsächlich auf höhere Umsätze aus den Kooperationen mit dem britischen Pharmakonzern Glaxo Smith Kline zurückzuführen, hieß es zur Begründung.

Allerdings wuchs auch das Ergebnisminus im abgelaufenen Jahresviertel deutlich. Der Betriebsverlust legte von 36,7 Millionen Euro auf 143,1 Millionen Euro zu. Der Hauptgrund seien höhere Forschungs- und Entwicklungskosten für CVnCoV, den Covid-19-Impfstoffkandidaten der ersten Generation, gewesen.

Washington (dpa) *16:28 Uhr – US-Regierung kauft für Milliarden neues Corona-Medikament bei Pfizer

Die US-Regierung will beim Pharmaunternehmen Pfizer zehn Millionen Dosen des noch nicht zugelassenen Covid-19-Medikaments Paxlovid kaufen. Die Kosten dafür belaufen sich auf 5,3 Milliarden Dollar (4,7 Milliarden Euro), wie Pfizer und die Regierung am Donnerstag mitteilten. Die Auslieferung soll nach einer Notfallzulassung durch die zuständige Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) noch in diesem Jahr beginnen. Das Medikament solle für Amerikaner «einfach erhältlich und kostenlos» sein, erklärte US-Präsident Joe Biden.

Pfizer-Chef Albert Bourla erklärte, die jüngste klinische Studie zu dem Medikament habe eine «überwältigende Wirksamkeit» gegen schwere Krankheitsverläufe und Todesfälle gezeigt. Dies verdeutliche, dass oral einzunehmende antivirale Therapien eine entscheidende Rolle im Kampf gegen Covid-19 spielen könnten.

Anders als bei der mit Biontech entwickelten Corona-Impfung will der Hersteller Pfizer das Medikament auch von Generikaherstellern produzieren lassen. Damit soll Paxlovid in bis zu 95 ärmeren Ländern

- in denen gut die Hälfte der Weltbevölkerung lebt - zu günstigeren Preisen verfügbar sein. Eine Zwischenanalyse von Testergebnissen ergab Pfizer zufolge, dass das Medikament das Risiko von Krankenhauseinweisungen und Todesfällen bei Covid-19-Patienten um fast 90 Prozent senke. Das gelte bei Behandlungen innerhalb von drei Tagen nach den ersten Covid-19-Symptomen. Ähnliche Werte hätten sich bei Behandlungen innerhalb von fünf Tagen ergeben.

Amsterdam (dpa) *15:41 Uhr – EU-Behörde prüft Covid-Medikament Xevudy

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat die Prüfung der Zulassung des Covid-19-Medikamentes Xevudy (Sotrovimab) begonnen. Die Hersteller Glaxo Smith Kline und Vir Biotechnology hätten einen Antrag auf Zulassung des Mittels in der EU gestellt, teilte die EMA am Donnerstag in Amsterdam mit. Das Mittel ist ein sogenannter monoklonaler Antikörper, mit dem Erwachsene und Jugendliche behandelt werden könnten, um eine schwere Erkrankung nach einer Corona-Infektion zu verhindern.

Die Experten der EMA bewerten nun alle Daten aus Studien der Hersteller und wägen Risiken und Vorzüge ab. Eine Entscheidung wird in zwei Monaten erwartet. Um das Verfahren zu beschleunigen hatten die Experten bereits Daten aus Laborstudien und Tierversuchen geprüft, noch bevor der Hersteller einen Zulassungsantrag gestellt hatte. Außerdem seien Ergebnisse einer Studie über die Wirksamkeit des Mittels bei Erwachsenen mit milden Covid-Symptomen eingegangen. Zurzeit sind drei Medikamente zur Behandlung von Covid-Patienten in der EU zugelassen. Für vier weitere insgesamt wurden Zulassungsanträge gestellt.

Moskau/Schwedt (dpa/bb) *15:17 Uhr – Rosneft will nach Übernahme von Raffinerie PCK Mitarbeiter halten

Der russische Energiekonzern Rosneft will nach der Übernahme eines Großteils der Erdölraffinerie PCK in Schwedt alle Mitarbeiter weiterbeschäftigen. «Es sind keine Veränderungen im Personal geplant», sagte ein Sprecher von Rosneft Deutschland am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Demnach arbeiten zurzeit mehr als 1100 Menschen in der Raffinerie.

Rosneft hat nach eigenen Angaben das Vorkaufsrecht auf den Erwerb von 37,5 Prozent der Anteile von Shell ausgeübt. Damit werde der Konzern seinen Anteil an PCK von 54,17 Prozent auf 91,67 Prozent erhöhen. Der Kauf muss laut Rosneft noch von den Behörden genehmigt werden. Das Unternehmen erwartet den Abschluss der Übernahme Anfang nächsten Jahres, sagte der Sprecher.

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