Newsticker November: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Stimmung in rheinland-pfälzischer Chemieindustrie trübt sich ein

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05.11.2021

New York/Mainz (dpa) *16:31 Uhr – Hohe Preise für Aktien von Mainz Biomed bei US-Börsengang

Am ersten Handelstag der Aktien von Mainz Biomed in New York ist ihr Preis in der Spitze bis auf 18 US-Dollar gestiegen. Die Anteile waren zu 5 Dollar ausgegeben worden, zuletzt wurden dann noch 12,10 Dollar für sie gezahlt. Damit macht nach Biontech erneut ein Mainzer Unternehmen im US-Aktienhandel auf sich aufmerksam.

Der Börsengang von Mainz Biomed, das etwa auf Tests zur Darmkrebs-Vorsorge ohne eine nötige Darmspiegelung spezialisiert ist, erfolgt im Segment Nasdaq Capital Market (Nasdaq-CM) für kleinere Wachstumsunternehmen und ist mit zehn Millionen Dollar auch im kleineren Bereich angesiedelt. Der Ausgabepreis war in der Mitte der Spanne von vier bis sechs Dollar festgelegt worden.

Washington (dpa) *13:22 Uhr – Corona-Medikament von Pfizer: Hohe Wirksamkeit im Test

Eine neue Corona-Pille verhindert nach Angaben des Herstellers Pfizer sehr erfolgreich schwere Krankheitsverläufe bei Hochrisikopatienten. Eine Zwischenanalyse von Testergebnissen habe ergeben, dass das Medikament namens Paxlovid das Risiko von Krankenhauseinweisungen und Todesfällen bei Covid-19-Patienten um 89 Prozent senke, teilte Pfizer am Freitag in New York mit. Das gelte bei Behandlungen innerhalb von drei Tagen nach den ersten Covid-19-Symptomen, ähnliche Werte hätten sich bei Behandlungen innerhalb von fünf Tagen ergeben.

Pfizer sprach von einer «überwältigenden Wirksamkeit», die diese Ergebnisse zeigten. Das Unternehmen plane nun, die Daten für eine Notfallzulassung baldmöglichst bei der Arzneimittelbehörde FDA einzureichen. Das oral einzunehmende, antivirale Medikament habe im Fall einer Zulassung das Potenzial, «das Leben von Patienten zu retten, den Schweregrad von Covid-19-Infektionen zu verringern und bis zu neun von zehn Krankenhausaufenthalten zu vermeiden».

Die britische Arzneimittelbehörde MHRA hatte am Donnerstag erstmals eine Tablette zur Behandlung von Covid-19 zugelassen. Das antivirale Mittel Lagevrio (auch bekannt unter dem Namen Molnupiravir) sei sicher und effektiv bei der Verminderung des Risikos von Krankenhauseinweisungen und Todesfällen bei Covid-Patienten mit milden und mittelschweren Verläufen, hieß es in einer Mitteilung der britischen Regierung. Es handele sich um das weltweit erste zugelassene antivirale Mittel zur oralen Einnahme gegen Covid-19.

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte Ende Oktober angekündigt, den Einsatz von Molnupiravir zu prüfen. Auch die US-Behörde FDA hat ein Zulassungsverfahren für das Mittel eingeleitet. Die EMA prüft zudem sieben weitere mögliche Corona-Mittel.

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