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European Bioplastics Conference 2008 Biokunststoff-Branche rechnet mit ungebrochenem Wachstum

Redakteur: Jürgen Schreier

Mit weltweiten Investitionen in neue Produktionsstätten bereitet sich die Biokunststoffindustrie auf ein anhaltend starkes Wachstum vor. Das zeigte sich auch in den Reden auf der European Bioplastics Conference, die am 5. bis 6. November 2008 in Berlin stattfand. Mit rund 300 Teilnehmern aus 26 Ländern und 22 Ausstellern konnte die diesjährige Konferenz an die Erfolge der letzten Jahre anknüpfen.

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Mit rund 300 Teilnehmern aus 26 Ländern und 22 Ausstellern konnte die diesjährige European Bioplastics Conference in Berlin an die Erfolge der letzten Jahre anknüpfen.
Mit rund 300 Teilnehmern aus 26 Ländern und 22 Ausstellern konnte die diesjährige European Bioplastics Conference in Berlin an die Erfolge der letzten Jahre anknüpfen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Markt für Biokunststoffe hat sich in den vergangenen Jahren rasant entwickelt. Ausgehend von einer weltweiten Produktionskapazität von 150000 t im Jahr 2006 werden bis zu 2 Mio. t im Jahr 2011 erwartet. Diese positiven Entwicklungen bestätigte auch Kai Wagner, Regierungsdirektor im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in seiner Eröffnungsrede: „Biokunststoffe fördern den ländlichen Raum und bieten der High-Tech-Industrie ausgezeichnete Entwicklungschancen. Mit steigendem Einsatz von Biokunststoffen werden qualifizierte Arbeitsplätze und ökonomisches Wachstum geschaffen.“

Überzeugt von den Chancen der Biokunststoffindustrie äußerten sich auch die Keynote Sprecher Dr. Michael Stumpp, Leiter der Geschäftseinheit „Specialty Polymers“ bei BASF und Armand Klein, Europe Business Director Applied Bio-Sciences von DuPont. „Der Markt für Biokunststoffe ist bereits zu einem wichtigen Markt geworden, sowohl für den Einzelhandel als auch für die Hersteller. Ich bin überzeugt davon, dass der Markt in den nächsten paar Jahren schnell und nachhaltig wachsen wird“, so Michael Stumpp. Armand Klein hebt hervor: „Wir müssen die negativen Einflüsse auf die Umwelt drastisch reduzieren. Der Einsatz von Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen, die heute bereits verfügbar sind, kann ein Schritt in die richtige Richtung sein.“

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Ressourcen schonen und Emissionen senken

Mit wachsenden Produktionskapazitäten wird Biokunststoff auch für Markenartikler zunehmend interessanter. In einer entsprechenden Vortragsreihe wurden neue Produkte vom führenden italienischen Mineralbrunnen Sant Anna und Telecom Italia vorgestellt. Der Süßwarenhersteller Ferrero verfolgt den Fortschritt der Branche mit hohem Interesse: „Ferrero achtet darauf, dass während der gesamten Produktfertigung Ressourcen geschont und Emissionen minimiert werden. Biokunststoffe sind Teil eines globalen Plans zur Verringerung negativer Auswirkungen auf die Umwelt“, sagt Filippo Velli, Packaging Deputy Director.

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