Biogas Biogas-Produktionsverfahren erhält E.ON Bayern Umweltpreis 2008

Redakteur: Olaf Spörkel

Forscher der Technischen Universität München (TUM) haben für ihr Verfahren, Reststoffe der Getränke- und Lebensmittelindustrie umweltschonend in Energie umzuwandeln, den E.ON Bayern Umweltpreis 2008 erhalten.

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Weihenstephan – Der bayerische Umweltminister Dr. Otmar Bernhard zeichnete zusammen mit E.ON-Vorstandsmitglied Dr. Stefan Vogg die Wissenschaftler des Wissenschaftszentrums Weihenstephan mit dem E.ON Bayern Umweltpreis 2008 aus. Der Hauptpreis ist mit 50 000 Euro dotiert und fördert mit einer jährlichen Gesamtsumme von 250 000 Euro energiesparende und umweltschonende Projekte.

Das Team aus Weihenstephan und Straubing erzeugte aus Brauereirückständen, Mälzerei- und Mühlenabfällen saubere Bioenergie. Auf diese Weise soll die Lebensmittel- und Getränkeindustrie ihre biogenen Reststoffe wie Körnerspelzen, Biertreber und Malzreste in Zukunft gewinnbringend verwerten, anstatt sie wie bisher als Rinderfutter zu entsorgen.

Biogas-Produktion

In der Regel werden extra angebaute Pflanzen in einem Gärbehälter durch die dort vorhandenen Mikroorganismen in Fäulnisgase umgewandelt. Werden in bisherige Anlagen Biertreber, Malzreste und Körnerspelzen eingefüllt, können die Bakterien die Rohstoffe nicht oder nur viel zu langsam verarbeiten. Die Forscher entwickelten jetzt gezielt einen Mix an Mikroorganismen, der biogene Reststoffe aus Brauerei und Mühle gut verarbeitet. Zusätzlich wurden die industriellen Reststoffe in Spezialmühlen auf eine Größe von 10 mm zermahlen. Durch die Aufbereitung beschleunigt sich der Gärprozess. Bevor das Verfahren in Serie gehen kann, möchten die Forscher u. a. aber noch den Wirkungsgrad verbessern.

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