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Turnaround-Konzept

Bilfinger bietet optimierten Ansatz für Generalrevisionen

| Redakteur: Tobias Hüser

Ein Bilfinger-Mitarbeiter im Industriepark Leuna
Ein Bilfinger-Mitarbeiter im Industriepark Leuna (Bild: Bilfinger)

Bilfinger hat mit dem Bilfinger Turnaround Concept (BTC) eine Methodik entwickelt, um den Turnaround in der Prozessindustrie noch besser umzusetzen. Das Ergebnis ist ein systematischer und modular aufgebauter Ansatz, mit dem es gelingt, über mehrere Perioden komplette Generalrevisionen an verschiedenen Standorten seiner Kunden zu planen und zu realisieren.

Mannheim – In der Regel werden in der Prozessindustrie die Anlagen alle zwei bis fünf Jahre abgeschaltet, um sie im Rahmen eines sogenannten Turnarounds intensiv zu überprüfen und Ausbesserungen vorzunehmen. Die Produktion steht während dieser Zeit still – ein empfindlicher Ausfall in puncto Umsatz und Gewinn. Daher sollte jedes anstehende Turnaround-Projekt von Anfang bis Ende sorgfältig geplant und aufgesetzt werden.

Genau hier setzt Bilfinger beim BTC an. Mit europaweit jährlich rund 30 Turnaround-Projekten ist der Industriedienstleister einer der maßgeblichen Anbieter. Kernidee des BTC ist, dem Kunden die daraus resultierende Kompetenz überall dort anzubieten, wo er sie benötigt – und das zum immer gleich hohen Standard. Konkret besteht das BTC aus neun Modulen, die Themen wie Ressourcenmanagement, Arbeitssicherheit und Materialwirtschaft umfassen. Für die praktische Umsetzung hat Bilfinger ein Handbuch erstellt, das sämtliche Arbeitsschritte im Detail beschreibt.

Bilfinger erneut auf Platz eins der deutschen Industriedienstleister

Lünendok-Liste 2018

Bilfinger erneut auf Platz eins der deutschen Industriedienstleister

27.07.18 - Im Ranking der Top-Industriedienstleister in Deutschland belegt Bilfinger zum zehnten Mal in Folge den ersten Platz. Dies ist das Ergebnis der Lünendonk-Liste, die von Lünendonk & Hossenfeld jährlich erstellt wird. Mit rund einer Milliarde Inlandsumsatz erzielte Bilfinger 2017 etwa ein Viertel mehr als der Zweitplazierte. Auf Platz zwei und drei folgen Wisag Industrie Service und Remondis Maintenance & Service. lesen

Je nach Ausgangssituation lassen sich die notwendigen Arbeitsabläufe aus dem Handbuch individuell an die konkreten Anforderungen der jeweiligen Anlage anpassen. Als Ergebnis entsteht ein vollständiger Ablaufplan aller simultan und sequenziell ablaufenden Arbeitsschritte inklusive ihrer zeitlichen Taktung. Dies wiederum schafft die Grundlage für eine hohe Präzision im Turnaround-Management und stellt gezielt die Weichen, um Projektrisiken zu minimieren und die Kosten vorab möglichst genau zu kalkulieren. „Mit dem Bilfinger Turnaround Concept heben wir das Thema Generalrevision auf ein ganz neues strategisches Niveau“, sagt Gerald Pilotto, Executive President der Bilfinger Division Maintenance, Modifications & Operations (MMO) Kontinentaleuropa.

Generalrevision benötigt gutes Personalmanagement

Das Personalmanagement bildet einen wesentlichen Faktor für einen erfolgreichen Turnaround. Mit mehr als 20.000 erfahrenen Mitarbeitern im Instandhaltungsbereich hat Bilfinger hier eine sehr gute Ausgangsposition. Allein der Turnaround-Bereich der in Deutschland ansässigen Bilfinger Maintenance hat in den vergangenen rund zehn Jahren in mehr als hundert Projekten insgesamt über 4,5 Millionen Arbeitsstunden geleistet – ohne Unfälle mit Ausfalltagen, wie das Unternehmen mitteilt.

Arbeitsvorbereitung und Materialmanagement sind weitere Erfolgsfaktoren innerhalb des BTC. Besonders wichtig ist in diesem Kontext das sogenannte Kitting, bei dem im Vorfeld alle auszutauschenden Kleinteile – wie beispielsweise die Schrauben einer Pumpe – zu jedem Arbeitsschritt in der genau benötigten Anzahl vorsortiert und verpackt werden. Wenn nach Abschaltung der Anlage jede Minute zählt, stehen somit alle benötigten Teile abgezählt zur Verfügung, wodurch Zeitverluste reduziert werden.

Zusätzlich umfasst das BTC zur Kontrolle des Projektfortschritts eine mobile App in Kombination mit einer zentralen Web-Applikation, in der alle erfassten Daten zu einem aktuellen Zustandsbild zusammenlaufen. Eventuelle Abweichungen vom Plan sind somit jederzeit ersichtlich. Hilfreich ist das digitale Turnaround-Abbild zudem bei der Koordination der unterschiedlichen Gewerke. Dadurch entsteht eine vollständige Transparenz des Auftragsflusses. „Durch regelmäßige Schulungen sorgen wir dafür, dass Arbeitsabläufe und Sicherheitsstandards kontinuierlich zum Vorteil unserer Kunden verbessert werden. Wenn auch sie die Generalrevision als strategische Leistung der Instandhaltung begreifen, ergeben sich ganz neue Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung“, sagt Hermann Holme, Geschäftsführer von Bilfinger Maintenance.

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