Abfüllanlage Bildverarbeitung überwacht Abfüllanlage in der Pharmazie

Autor / Redakteur: Hella Gillig und Peter Stiefenhöfer / Udo Schnell

Anlagen für den Reinraumbereich von Pharmaunternehmen zu konzipieren und zu bauen, stellt eine besondere Herausforderung dar, weil höchste Ansprüche an Verarbeitung und Qualität bestehen. Deshalb müssen Maschinenbauer und Bildverarbeiter eng zusammenarbeiten.

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Bild 1: Vororientierte Tuben werden der Ausrichtstation in rotativ willkürlicher Lage zugeführt und entsprechend der Druckmarke in die korrekte Rotationslage gedreht. (Bild: Stemmer Imaging)
Bild 1: Vororientierte Tuben werden der Ausrichtstation in rotativ willkürlicher Lage zugeführt und entsprechend der Druckmarke in die korrekte Rotationslage gedreht. (Bild: Stemmer Imaging)

Anlagen für den Reinraumbereich von Pharmaunternehmen zu konzipieren und zu bauen stellt eine besondere Herausforderung dar. Auch die Produktion von Arzneimitteln und medizinischen Lösungen ist eng mit höchsten Ansprüchen an Verarbeitung und Qualität verknüpft.

Das im schwäbischen Allmersbach im Tal ansässige und international erfolgreiche Unternehmen Harro Höfliger Verpackungsmaschinen GmbH hat sich auf die Konzeption von Anlagen für den Reinraumbereich von Pharmaunternehmen spezialisiert und entwickelt seit über einem Vierteljahrhundert ganzheitliche Systemlösungen und Sondermaschinen für die Pharmazie, für den chemisch-technischen Bereich sowie für den Sektor Nahrungs- und Genussmittel.

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Aggressive Reinigungssubstanzen schränken Maschinenauswahl ein

Zu den Stärken des Unternehmens zählen dabei Reinraummaschinen, die bei der Fertigung pharmazeutischer und medizinischer Produkte zum Einsatz kommen. Diese Anlagen müssen überdurchschnittliche Anforderungen erfüllen, weiß man bei Höfliger. Dies folgt unter anderem aus der Tatsache, dass im Reinraum häufig aggressive Reinigungssubstanzen zum Einsatz kommen, was die Auswahl der eingesetzten Materialien erheblich reduziert.

Diese Anlagen müssen reinigungsfreundlich und wenig reparaturanfällig sein, denn oft kann nur eingeschränkt auf die einzelnen Anlagenteile zugegriffen werden. Die integrierten Systeme zum Messen, Beleuchten oder Detektieren müssen in der Regel eingekammert werden, was ihre Auswechslung im Fehler- oder Wartungsfall kompliziert und langwierig macht.

Ein aktuelles Projekt der Schwaben, bei dem diese schwierigen Randbedingungen erneut erfüllt werden mussten, wurde vor Kurzem an den Kunden ausgeliefert: Die beiden dabei realisierten, identischen Füllmaschinen für sogenannte „Tuben für Schluckimpfung mit noch lebenden Antiviren“ ermöglichen die Abfüllung von Flüssigkeiten oder pastenförmigen Materialien in Kunststofftuben. Aus diesen Behältnissen kann der Anwender den Inhalt später – ähnlich wie bei einer Zahnpastatube – auf einfache Weise herausdrücken und nutzen. Schwierig war bei der Verwirklichung dieser beiden Maschinen, dass nicht alle optischen Materialeigenschaften bekannt waren.

Ausrichtstation fordert Experten für Bildverarbeitung heraus

Eine größere Herausforderung bestand jedoch in der Auswahl der optimalen Bildverarbeitungskomponenten für die in der Maschine realisierte Ausrichtstation. Vor dieser Ausrichtstation werden die Tuben in nicht orientierter Lage zugeführt. Nach dem Vereinzeln der Tuben erfolgt deren Ausrichtung stehend mit dem Verschluss nach unten.

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