Polyurethan- und Schaumstoffindustrie BG RCI und FSK kooperieren für mehr Arbeitssicherheit

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Die Berufsgenossenschaft für Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) kooperiert mit dem Fachverband für Schaumstoff- und Polyurethanindustrie (FSK). Beide Organisationen wollen gemeinsam eine Initiative zur Arbeitssicherheit in der Polyurethan- bzw. Schaumstoffindustrie in Deutschland im Rahmen der neuen Präventionsstrategie „Vision Zero“ auf den Weg bringen.

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Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen BG RCI und FSK: Dr. Hans-W. Schloz (FSK-Geschäftsführer), Albrecht Manderscheid (FSK-Vorsitzender), Helmut Ehnes (BG RCI, Leiter der Prävention), Dr. Thomas Martin (BG RCI, Leiter Geschäftsstelle Gefahrstoffinformation) (v.l.n.r.).
Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen BG RCI und FSK: Dr. Hans-W. Schloz (FSK-Geschäftsführer), Albrecht Manderscheid (FSK-Vorsitzender), Helmut Ehnes (BG RCI, Leiter der Prävention), Dr. Thomas Martin (BG RCI, Leiter Geschäftsstelle Gefahrstoffinformation) (v.l.n.r.).
(Bild: FSK)

Stuttgart, Frankfurt, Heidelberg – „Die Bemühungen in unserer Industrie passen ideal zu 'Vision Zero', mit der Berufskrankheiten und Arbeitsunfälle gegen Null gebracht werden sollen“, so der FSK-Geschäftsführer Dr. Hans-W. Schloz. „Wir versuchen die Maßnahmen der Präventionsstrategie mit den Umweltschutzmaßnahmen in den Schaumkunststoff- und Polyurethan-verarbeitenden Unternehmen zu kombinieren und sehen die Kooperation als ein umfassendes Paket zur einheitlichen Umsetzung von Umweltstandards sowie die Maßnahmen zur Arbeitssicherheit in der Branche auf einem hohen Niveau umzusetzen“, so Schloz.

Dies sei, so der Leiter der Prävention für die BG RCI, Helmut Ehnes, die ideale Basis dafür, das vor kurzem beschlossene Präventionskonzept der Berufsgenossenschaft in die praktische Umsetzung am Beispiel einer Industrie zu bringen. Dabei gehe es nicht nur um gemeinsame Ziele, sondern um konkrete Maßnahmen und Schritte, die die Berufsgenossenschaft gemeinsam mit dem FSK umsetzen werde. Umweltschutz und Arbeitssicherheit in Unternehmen, die mit chemischen Stoffen arbeiten, seien sehr komplex und anspruchsvoll, so Dr. Thomas Martin, Leiter Geschäftsstelle Gefahrstoffinformation der BG RCI. So sei eine der wichtigsten Ausgangsituationen für Arbeitsschutzmaßnahmen das Wissen über und der richtige Umgang mit chemischen Stoffen in den Unternehmen.

Datenbank für Stoffmanagement

Aus diesen werden die Gefährdungsbeurteilung und auch Betriebsanweisungen beim Polyurethanverarbeiter erzeugt, um u.a. den gesetzlichen Pflichten gerecht zu werden, so Martin. „Deshalb werde die Kooperation zwischen der Berufsgenossenschaft und dem FSK mit der Entwicklung einer gemeinsamen Datenbank zum Stoffmanagement in Polyurethan-verarbeitenden Unternehmen gestartet. Die Berufsgenossenschaft wird dabei Ihre Erfahrungen aus der Datenbank Gis Chem einfließen lassen, um die Datenbank des FSK mit den noch einzubringenden Daten aus der Polyurethan- und Schaumkunststoffindustrie zu verbinden“, erklärt Martin.

Die Berufsgenossenschaft werde dabei laut Ehnes auch die Erkenntnisse aus nationalen und internationalen Projekten zu Schnittstellen für Stoffdatenblätter aber auch für die Daten aus dem elektronischen Sicherheitsdatenblatt, insbesondere auf arbeitssicherheitsrelevante Informationen, einfließen lassen.

Darauf aufbauend werden weitere Maßnahmen wie Schulungen, Arbeitssicherheitsunterweisungen aber auch die Beratung zu Umweltrecht und Umweltfragen in Unternehmen implementiert, so Schloz. Dabei unterstütze man die BG-Strategieziele aus ‘Vision Zero‘ wie z.B. die Senkung des Arbeitsunfallrisikos, die Steigerung der Anzahl unfallfreier Betriebe, bedarfsgerechte Präventionsangebote und Präventionsmaßnahmen.

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