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Bayer-Beschäftigungspakt Beschäftigungspakt schließt betriebsbedingte Kündigungen bei Bayer aus

| Redakteur: Marion Henig

Vorstand und Gesamtbetriebsrat des Bayer-Konzerns haben sich auf einen Pakt zur Beschäftigungssicherung bis zum Jahr 2012 verständigt. Auf betriebsbedingte Kündigungen soll in diesem Zeitraum verzichtet werden.

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Dr. Richard Pott, Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor der Bayer AG: „Trotz des unsicheren wirtschaftlichen Umfelds haben wir den seit 1997 bestehenden Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen für drei Jahre fortgeschrieben.“
Dr. Richard Pott, Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor der Bayer AG: „Trotz des unsicheren wirtschaftlichen Umfelds haben wir den seit 1997 bestehenden Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen für drei Jahre fortgeschrieben.“
( Bild: Bayer AG )

Leverkusen – Die Vereinbarung zur Beschäftigungssicherung gilt für rund 23 000 Beschäftigte in den Bayer-Teilkonzernen und -Servicegesellschaften in Deutschland. Mittelpunkt des Beschäftigungspakts ist ein Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis 2012. Zu den weiteren Kernpunkten zählen die Aufnahme von jährlich über 600 Schulabgängern in eine berufliche Ausbildung und die Übernahme von etwa 120 Ausgebildeten. Außerdem sollen bis Ende 2012 insgesamt mindestens 300 Hochschulabsolventen eingestellt werden. Fortgesetzt wird auch der Solidarpakt zur Bezahlung von zeitweise nicht beschäftigten Arbeitnehmern. Daran beteiligen sich alle Mitarbeiter – vom Vorstand bis zum Tarifbereich – mit maximal zehn Prozent ihrer variablen Bezüge. Darüber hinaus verzichten die leitenden Mitarbeiter auf die bisher zusätzlich vom Unternehmen gewährten jährlichen sechs freien Tage.

Zur Bewältigung von konjunkturellen oder strukturellen Schwierigkeiten in den Gesellschaften sollen zudem in Absprache mit den Tarifvertragsparteien befristete Reduzierungen oder Ausweitungen der Arbeitszeit ermöglicht und tarifliche Öffnungsklauseln genutzt werden. Bayer MaterialScience hatte mit einer Arbeitszeit-Reduzierung und entsprechender Entgeltabsenkung von Februar und bis Ende Oktober 2009 Kurzarbeit erfolgreich vermieden. Vorgesehen ist außerdem, bei kurzfristigen Auslastungsspitzen unterbeschäftigte Mitarbeiter gesellschaftsübergreifend zwischen den NRW-Standorten auszutauschen.

„Wir konnten mit diesen Vereinbarungen die Forderungen der Arbeitnehmer nach einer Beschäftigungsgarantie erfüllen und uns gleichzeitig auf Regelungen verständigen, mit denen Bayer künftig besser auf konjunkturelle oder strukturelle Herausforderungen reagieren kann“, kommentiert die Vereinbarung Dr. Richard Pott, Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor der Bayer AG. Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern, seien Kostenstrukturen auf Marktniveau ebenso notwendig wie eine verstärkte Ausrichtung der Arbeitsbedingungen auf Flexibilität und Mobilität, betont Pott weiter.

(Lesen Sie auf Seite 2: Zusatzvereinbarung für Bayer Technology Services und Bayer MaterialScience in Krefeld-Uerdingen)

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