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Fachkräfte-Rekrutierung Berufseinsteiger fordern innovative Unternehmenskultur

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Die Rekrutierung von talentierten Fachkräften stellt eine zunehmend große Herausforderung für die deutsche Industrie dar. Berufseinsteiger erwarten von Arbeitgebern eine innovationsfördernde Unternehmenskultur. Fast drei Viertel der Industrieunternehmen in Deutschland messen diesem Thema eine große Bedeutung bei. Das sind Ergebnisse der vom Institut Forsa durchgeführten Studie „Industrie-Innovationsindex 2016“.

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Die Gewinnung von Talenten rangiert nach dem allgemeinen Differenzierungsdruck auf Platz zwei der aktuellen Top-Herausforderungen für die deutsche Industrie.
Die Gewinnung von Talenten rangiert nach dem allgemeinen Differenzierungsdruck auf Platz zwei der aktuellen Top-Herausforderungen für die deutsche Industrie.
(Bild: Altana)

Wesel – Gerade junge und gut ausgebildete Fachkräfte fordern bei potenziellen Arbeitgebern eine Unternehmenskultur ein, in der es genügend Handlungsspielräume für eigene Ideen und innovative Lösungen gibt. Die Entwicklung einer innovationsfördernden Unternehmenskultur ist also entscheidend, um Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. Dies ergab die Studie, die im Auftrag des Spezialchemieunternehmens Altana zum dritten Mal in Folge mit 500 Führungskräfte und Berufseinsteiger aus Industrieunternehmen durchgeführt wurde.

Eine besondere Bedeutung kommt dabei den Führungskräften zu. Allerdings ist die Anzahl der Manager, die von sich selbst sagen, dass sie einen relevanten Beitrag zur Förderung einer Innovationskultur in ihrem Unternehmen leisten, im Vergleich zum Vorjahr gesunken. 2016 gaben das 67 % der befragten Manager an, 2015 waren es 74 %. 2014 lag dieser Wert noch bei 81 %. So erleben laut der Studie auch nur 22 % der Berufseinsteiger ihre direkten Vorgesetzten als wirkliches Vorbild für gelebte Innovationskultur. 2015 waren es noch 26 %.

„Es geht darum, dass Menschen über sich hinauswachsen können. Die Voraussetzung dafür ist, dass Führungskräfte ihren Mitarbeitern vertrauen und ihnen gleichzeitig auch viel zutrauen“, so Martin Babilas, Vorstandsvorsitzender von Altana. „Nur wer die Chance hat, seine Kompetenzen und seine Persönlichkeit zu entfalten, kann sich motiviert und nachhaltig für die Entwicklung zukunftsweisender Ideen und Lösungen einsetzen.“

Hintergrund zur Studie „Industrie-Innovationsindex“

Im Frühjahr 2016 führte das Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag von Altana 500 Telefoninterviews mit Vertretern aus Industrieunternehmen ab 250 Mitarbeitern durch. Es wurden 250 Vorstandsmitglieder, Geschäftsführer und Bereichsleiter interviewt. Parallel dazu befragte Forsa 250 Berufseinsteiger aus Industrieunternehmen zwischen 18 und 35 Jahren mit einer Berufserfahrung zwischen ein und fünf Jahren.

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