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Ressourceneffizienz Berlin will Technologien für mehr Ressourceneffizienz fördern

Redakteur: Dominik Stephan

Zur Effizienz verpflichtet: Deutschlands Wirtschaft hängt am Rohstofftropf. Ein aktuelles Technologie-Förderpogramm soll helfen, diese Abhängigkeit zu reduzieren.

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(Piucture: WikiImages (CC0))

Berlin – Wenn die deutsche Wirtschaft bestehende Potenziale für mehr Ressourceneffizienz nutzt, neue Effizienztechnologien rasch in die Praxis umsetzt und dabei ihr Wachstum stärker vom Rohstoffverbrauch entkoppelt, kann dies künftig zu einer Verringerung der Abhängigkeit von Rohstoffen und großen Wettbewerbsvorteilen führen. Zu diesem Zweck startet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zum Jahresbeginn das Förderprogramm „Innovative Technologien für Ressourceneffizienz – Impulse für industrielle Ressourceneffizienz“, kurz „r+Impuls“.

Für die Wissenschaftliche Unterstützung hat Berlin das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI und die Technischen Universität Bergakademie Freiberg mit dem Technologietransferprojekt „r+TeTra ins Boot geholt. Dabei geht es darum, herauszufinde, welche Faktoren die Umsetzung innovativer Ressourceneffizienz-Technologien befördern und die an r+Impuls beteiligten Unternehmen zu unterstützen, erklärte das Ministerium.

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Die Fördermaßnahme r+Impuls, ein Bestandteil des Rahmenprogramms „Forschung für nachhaltige Entwicklung (FONA)“ des BMBF, unterstützt gezielt die Übertragung von Forschungsergebnissen zur Ressourceneffizienz und deren Anwendung in der industriellen Praxis. Auf diese Weise sollen positive ökologische und ökonomische Effekte sowohl bei den Partnern des Verbundprojekts als auch – auf längere Sicht – bei rohstoffabhängigen Industrieunternehmen deutschlandweit erreicht werden.

„Das Fraunhofer ISI und die TU Freiberg ermitteln gemeinsam die technischen, wirtschaftlichen und ökologischen Wirkungen und Potenziale aller Einzelvorhaben der Fördermaßnahme r+Impuls. Dazu zählen die Weiterentwicklung und Umsetzung von Erkenntnissen für mehr Ressourceneffizienz, insbesondere mittels industrietauglicher Demonstrations- oder Referenzanlagen. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Verbreitung ressourcenschonender Technologieansätze und verhelfen ihnen zu einer raschen Marktanwendung“, so Dr. Dr. Christian Sartorius, Projektleiter am Fraunhofer ISI.

„Das Begleitprojekt r+TeTra ist den Unternehmen bei ihrer strategischen Planung behilflich, indem es die Wirtschaftlichkeit und Umweltwirkungen der einzelnen Vorhaben untersucht, Technologieansätze analysiert und Aufschluss über die finanziellen Mittel gibt, die auch in Zukunft aufgewendet werden müssen“, so Prof. Dr. Magnus Fröhling von der TU Freiberg. Um die Technologien längerfristig zu etablieren, werden auch nicht-finanzielle Hindernisse, etwa institutioneller Art, identifiziert. Neben der Herausarbeitung der Vorteile von r+Impuls im Hinblick auf Ressourceneffizienz-Potenziale stellt das Technologie-Transferprojekt r+TeTra die Überführung praxistauglicher Lösungen in die breite industrielle Anwendung sowie deren Übertragung auf andere Branchen in den Mittelpunkt.

Mit r+Impuls setzt das BMBF seine 2009 begonnene Forschungsförderung im Bereich der Ressourceneffizienz fort. Das Hauptziel besteht diesmal darin, Innovationen zur Marktreife zu bringen. Darüber hinaus sind die Rückführung hochwertiger Werkstoffe aus Abfallströmen, Recycling und Substitution wirtschaftsstrategischer Rohstoffe sowie die stoffliche Nutzung von CO2 für chemische Produkte und zur Energiespeicherung wichtige Themen.

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