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Energiesparmotoren

Bereits jetzt Pumpen mit IE3-Motoren erhältlich

15.06.2010 | Autor / Redakteur: Stefanie Michel / Stefanie Michel

Bereits heute kann Klaus Nees, Leiter Verkauf und Produktion bei Schmitt-Kreiselpumpen (im Bild), seinen Kunden IE3-Motoren für die Pumpen anbieten.
Bereits heute kann Klaus Nees, Leiter Verkauf und Produktion bei Schmitt-Kreiselpumpen (im Bild), seinen Kunden IE3-Motoren für die Pumpen anbieten.

Er zeigt an einem konkreten Beispiel für eine übliche Anwendung, wie sich die Unterschiede im Wirkungsgrad tatsächlich auswirken: Eine Pumpe mit 2,2 kW-Motor der Effizienzklasse IE3 kann im Vergleich zum IE1-Motor den Energieverbrauch um etwa sechs Prozent senken, also um 130 W. Bei einem Strompreis von 20 Ct/kWh lassen sich dann bei Dauerbetrieb je Motor 230 Euro Stromkosten jährlich sparen. Somit würde sich der Aufpreis eines solchen Energiesparmotors innerhalb von neun bis elf Monaten amortisieren – nach etwa einem Jahr spart der Anwender also bares Geld über die gesamte Pumpenlebensdauer.

Doch Stauch betrachtet die Vorteile auch im Hinblick auf eine Gesamtenergiebilanz beim Kunden. „Durch den besseren Wirkungsgrad habe ich zwar die wirtschaftlichen Vorteile erst nach der Amortisierung. Doch die ökologischen Vorteile – am Stromzähler – hat man ab dem ersten Tag.“

Ab Juni 2011 keine IE1-Motoren mehr in Europa auf dem Markt

Die Argumente für den Kauf eines teureren Energiesparmotors klingen überzeugend. Um dem zusätzlich Nachdruck zu verleihen schafft die EU Tatsachen: ab dem 16. Juni 2011 dürfen die IE1-Motoren, also die bisherigen EFF2-Motoren, nicht mehr in den europäischen Markt gebracht werden. Ab 2015 sind für Leistungen von 7,5 bis 375 kW IE3-Motoren vorgeschrieben. Alternativ dürfen IE2-Motoren mit Frequenzumrichter eingesetzt werden. Ab 2017 ist diese Regelung dann auch für Leistungen ab 0,75 kW verpflichtend.

Von dieser EuP-Richtlinie sind nur wenige Antriebe ausgenommen: darunter in Flüssigkeiten betriebene Motoren, Motoren unter speziellen Umgebungsbedingungen (Umgebungstemperaturen unter -15 und über +40 °C, explosionsgefährdete Bereiche u.a.) oder Bremsmotoren.

Anlagenhersteller müssen auf Änderungen reagieren

Die neue Norm hat jedoch nicht nur Konsequenzen für die Endanwender. In gleicher Weise müssen sich Hersteller und Maschinenbauer mit den Änderungen befassen und darauf reagieren. Auch bei Schmitt-Kreiselpumpen macht man sich Gedanken über die Entwicklung: wann soll man das Lager an Standardmotoren leeren und IE2-Motoren einkaufen? Oder soll man vielleicht sogar gleich auf IE3-Motoren umsteigen? Rüdiger Stauch und Klaus Nees, Leiter Vertrieb und Produktion, sind sich einig, dass die Pumpen in der Regel länger halten als bis 2015 – und dann müssen ihre Kunden ohnehin auf die Motoren mit Premium Wirkungsgrad umsteigen.

Doch die Pumpen des Ettlinger Unternehmens ermöglichen noch eine weitere Variante: an vorhandene Schmitt-Pumpen lassen sich die bestehenden Motoren recht schnell durch Energiesparmotoren austauschen. Der Umbau ist eine preisgünstige Alternative, da der Pumpenkopf und nicht der Motor das kostenintensive Bauteil darstellt. Allerdings ist die maximal mögliche Einsparung nur mit geregelten Motoren möglich. Schmitt-Kreiselpumpen kann seinen Kunden hierfür auf die Motoren geflanschte Frequenzumrichter anbieten – deutlich günstiger als noch vor einigen Jahren.

Weiteren Einsparmöglichkeiten? Die heutigen Standardmotoren in Deutschland sind Asynchronmotoren, doch effizienter sind die wirkungsgradoptimierten Synchronmotoren. Schmitt-Kreiselpumpen ist sich sicher, dass diesen Motoren die Zukunft gehört und bietet sie deshalb seinen Kunde bereits heute (mit Frequenzumrichter) auch für 3 kW an.

Stefanie Michel ist Redakteurin der konstruktionspraxis

 

Höhere Effizienzklassen außerhalb der EU

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