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Fluidisierungshilfe Belüftungssysteme bringen Bewegung in Problemzonen

Redakteur: Sabine Mühlenkamp

Mehl, Gewürze, feines Kaffeepulver, Pigmente, Ruß, Zement und Pflanzenschutzmittel haben – wie alle staubförmigen Schüttgüter mit mittleren Korndurchmessern kleiner als 0,2 Millimeter – eines gemeinsam: Sie sind nur schwer rieselfähig. Belüftungselemente schaffen Abhilfe – selbst in kleinen Anlagen.

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Kommt das Schüttgut nicht in Schwung? Dann können Belüftungselemente helfen.
Kommt das Schüttgut nicht in Schwung? Dann können Belüftungselemente helfen.
(Bild: Siperm Tridelta)

Feine Pulver sind nur schwer rieselfähig. Sie verklumpen und bilden in Siloanlagen – insbesondere im Bereich des Auslaufes – Brücken oder Schächte und behindern somit das freie Fließen aus dem Behälter. Mit pneumatischen Belüftungselementen aus hoch porösen Werkstoffen bringt Tridelta Siperm Bewegung in die Problemzonen von Behältern und Silos. Die konfektionierten Belüftungskissen lassen sich auch nachträglich an schwer zugänglichen Stellen im Silo einbauen.

Wie funktioniert’s?

Durch das Einblasen trockener, staubfreier Luft nehmen die Reibungs- und Kohäsionskräfte ab und das Schüttgut fließt gleichmäßig, nahezu wasserartig heraus. Luftvordruck und Luftgeschwindigkeit müssen dabei so eingestellt werden, dass der Siloinhalt gleichmäßig aufgelockert wird.

Bei der Auslegung großer Siloflächen ist es von Vorteil, die Auflockerungsfläche in Sektoren zu unterteilen, welche jeweils durch Umschalten einzeln belüftbar sind. Die Sektoren können dabei radial verlaufen oder, von einem Innenring ausgehend, als konzentrische Zonen ausgebildet werden. Auf diese Weise ist es möglich, selbst bei großen Belüftungsflächen mit verhältnismäßig geringen Luftmengen auszukommen. Es genügt in vielen Fällen, die bei der Lagerung des Schüttguts auftretenden Drücke durch die anströmende Luft zu kompensieren.

Die Abstützung des Belüftungsbodens erfolgt in der Regel über Abstützleisten. Diese werden je nach verwendetem Material und Anlagenbedingungen entweder an der produktabgewandten Seite des Belüftungseinsatzes angeschweißt oder an der Innenseite des massiven Außenbehälters angebracht.

Die benötigte Gasmenge richtet sich nach dem jeweiligen Anwendungsfall (Belüftung, Fluidisierung, Homogenisierung oder Trocknung), den Anlagendimensionen und den Schüttguteigenschaften. Bei Anwendungen zur Austragsverbesserung in komplett ausgekleideten Behältern liegen die typischen Gasmengen z.B. zwischen 100 und 300 m3/(m2*h).

Bei Teilauskleidungen mit Belüftungskissen, oder Anwendungen zur Trocknung oder Homogenisierung, können die Gasmengen entsprechend höher sein. Der Druckverlust ist abhängig von dem verwendeten porösem Material und dessen Materialstärke, der Größe der zu belüftenden Fläche, der zugeführten Gasmenge sowie den Abmessungen bestimmter Komponenten der Druckluftanlage.

Auch für kleinere Anlagen

Neben den bewährten Belüftungskissen (125 x 250 mm und 125 x 500 mm, aus Edelstahl oder Kunststoff) und den runden Spots (Durchmesser 100 und 105 mm) hat Tridelta Siperm jetzt eine Neuentwicklung auf den Markt gebracht: Der Spot mit einem Durchmesser von 80 mm und einem G½“-Anschluss ist auch für Betreiber kleinerer Anlagen interessant. Er wird mit allen notwendigen Anschlussteilen geliefert (Dichtung, Unterlegscheibe, Mutter).

Die massiven Teile bestehen aus Edelstahl (1.4301). Der poröse Kopf aus Siperm-R (1.4404) ist in verschiedenen Porositäten lieferbar. Die Spots können in bereits bestehende Anlagen eingebaut werden. Eine regelmäßige Wartung der Belüftungselemente ist nicht notwendig. Abhängig von den verwendeten Schüttgütern und Produktwechseln innerhalb der betriebenen Anlagen können die porösen Materialien trocken oder nass gereinigt werden.

Das Reinigungsverfahren hängt sowohl von der Anlage als auch von den verwendeten Schüttgütern und von dem verwendeten porösen Material ab.

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