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VCI-Quartalsbericht: Branchenumsatz stagniert

Belebung des deutschen Chemiegeschäfts bleibt aus

| Redakteur: Alexander Stark

Die Branchenproduktion der chemischen Industrie sank um 0,7 % im Vergleich zum Vorquartal.
Die Branchenproduktion der chemischen Industrie sank um 0,7 % im Vergleich zum Vorquartal. (Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Das zweite Quartal 2019 ist für die chemisch-pharmazeutische Industrie enttäuschend verlaufen. Das geht aus dem aktuellen Quartalsbericht hervor, den der Verband der Chemischen Industrie (VCI) veröffentlicht hat.

Berlin – Der holprige Start der deutschen Chemieindustrie zum Jahresanfang hat sich im zweiten Quartal nicht zum Besseren gewendet. Produktion und Kapazitätsauslastung in Deutschlands drittgrößter Industriebranche sind im zweiten Quartal leicht rückläufig, berichtet der VCI. Deshalb stagnierte der Umsatz, obwohl die Preise für Chemie- und Pharmaprodukte erneut zulegten. Hauptursache für die verhaltene Chemiekonjunktur war die deutsche Industrieproduktion, die das vierte Quartal in Folge zurückging. Das sorgte für eine schwächere Inlandsnachfrage nach Chemikalien. Auch aus Europa, dem wichtigsten Auslandsmarkt, gingen zuletzt weniger Bestellungen ein. Aus diesem Grund konnte das Auslandsgeschäft insgesamt nur leicht zulegen.

Auch VCI-Präsident Hans Van Bylen musste feststellen, dass die erwartete Erholung der deutschen Industriekonjunktur in der zweiten Jahreshälfte ausgeblieben ist. Die Unternehmen rechnen im zufolge aktuell nicht mehr mit einer Belebung des deutschen und europäischen Chemiegeschäfts. Vom Handel mit den USA und Asien seien wegen der geopolitischen Risiken nur geringe Wachstumsimpulse zu erwarten.

In diesem Umfeld geht der VCI nun für 2019 von einem Produktionsrückgang in der Chemie- und Pharmaindustrie um 6 % aus. Die Chemikalienpreise steigen im Gesamtjahr voraussichtlich um 1 %. Der Branchenumsatz wird um 5 % auf rund 193 Milliarden Euro sinken.

Rückläufige Produktion

Im zweiten Quartal 2019 ist die Chemieproduktion im Vergleich zum Vorquartal um 0,7 % zurückgegangen. Gegenüber dem Vorjahr sank die Produktion um 8,8 %, wobei dieser Wert durch den bekannten Sondereffekt im Pharmabereich überzeichnet ist. Die Kapazitätsauslastung der Branche verringerte sich auf 83,4 %.

Chemisch-pharmazeutische Produkte haben sich im zweiten Quartal 2019 um 0,6 % verteuert. Im Vergleich zum Vorjahr betrug die Preissteigerung 1,8 %.

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Stagnierender Umsatz bei stabilen Beschäftigungszahlen

Der Branchenumsatz stagnierte von April bis Juni im Vergleich zum Vorquartal bei 48 Milliarden Euro. Im Inland gingen die Erlöse wegen der schwachen Industriekonjunktur um 1 % zurück, während das Auslandsgeschäft um 0,8 % zulegen konnte. Das Vorjahresniveau verfehlte der Branchenumsatz mit einem Minus von 4,3 % deutlich.

Die Beschäftigtenzahl in der chemisch-pharmazeutischen Industrie ist im zweiten Quartal 2019 stabil geblieben. Die Unternehmen der Branche haben derzeit 464.800 Mitarbeiter. Das ist ein Plus von 0,5 % im Vergleich zum Vorjahr.

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