Suchen

Industriebau Beko erweitert Stammsitz bei laufender Produktion

Redakteur: Stéphane Itasse

Der Druckluftspezialist und Systemanbieter Beko Technologies GmbH hat seinen Stammsitz um knapp 50% auf 9500 m² vergrößert. Fast 6 Mio. Euro investierte das Unternehmen in ein neues Zentrallager mit Verschieberegal-Anlage sowie zusätzliche Büro- und Verwaltungsflächen. Auch die Produktion wurde neu strukturiert und erweitert.

Firmen zum Thema

Das neue Schulungszentrum am Stammsitz von Beko Technologies fällt durch seine Fassade auf. (Bild: Freyler)
Das neue Schulungszentrum am Stammsitz von Beko Technologies fällt durch seine Fassade auf. (Bild: Freyler)

Das familiengeführte Unternehmen hat in den vergangenen Jahren stark expandiert und beschäftigt inzwischen weltweit rund 350 Mitarbeiter, etwa 175 davon am Hauptstandort in Neuss am Rhein. „Die Mitarbeiterzahl ist in den vergangenen Jahren um mehr als das Doppelte gestiegen. Zusätzliche Produktions- und Logistikflächen waren dringend nötig“, berichtet Beko-Geschäftsführer Werner Koslowski.

Bauarbeiten durften Produktion bei Beko nicht stören

Die große Herausforderung bei dem Projekt war die Erweiterung und der Neubau bei laufendem Betrieb, und zwar ohne den Arbeitsfluss merklich zu stören. Die Freyler Industriebau GmbH, Kenzingen, betreute laut eigener Mitteilung den gesamten Bau von der Grundlagenermittlung, Konzeption und Vorplanung über die Bauausführung bis hin zur Fertigstellung.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 6 Bildern

Ausgangspunkt der Zusammenarbeit war ein Konzepttag, den Freyler gemeinsam mit Beko veranstaltete. Bei dem Planungsworkshop waren alle Entscheider anwesend. Dabei wurden unter anderem Funktionen und Abläufe analysiert, es wurde geklärt, wie die Wertschöpfungskette abläuft.

Workshop vor Baubeginn ermittelt genauen Bedarf von Beko

Gemeinsam wurde der künftige Flächenbedarf ermittelt. Im Anschluss entwickelte Freyler ein Konzept, das unter anderem den Bestand, die Freiflächen und die fortlaufende Produktion berücksichtigte.

Gebaut wurde in drei Bauabschnitten, Baubeginn war im Oktober 2008, die Fertigstellung im Oktober 2010. Der Um- und Neubau liefen laut Mitteilungn im Bestand reibungslos und ohne unliebsame Überraschungen ab.

Neues Hochregallager beschleunigt Materialfluss bei Beko

Im ersten Schritt wurde das zentrale Hochregallager errichtet mit einer mobilen Verschieberegal-Anlage. Auf jeden Artikel kann sofort zugegriffen werden, der Flächenbedarf sinkt enorm. „Damit wird der Materialfluss zügiger, Produkte können schneller ein- und ausgelagert werden und wir können in Folge unsere Lieferzeiten verkürzen“, beschreibt Koslowski die Vorteile.

Zusätzlich wurden etwa 600 m² neue Bürofläche geschaffen. Der anschließende Umzug schuf Freiraum für den weiteren Bauprozess.

Beko erweitert Produktionsfläche um 1000 m²

Im zweiten Bauabschnitt wurde die Produktionsfläche über drei Stockwerke um 1000 m² erweitert. Die Produktion ist komplett aus einer alten Montagehalle in den Neubau umgezogen.

Im dritten und letzten Schritt wurde die alte Montagehalle abgerissen. An deren Stelle ist ein Schulungszentrum mit zentralem Empfang und eine Kantine entstanden.

(ID:28664890)