Drucklufterzeugung Bei der Drucklufterzeugung mit Kältetrocknern Energie sparen

Autor / Redakteur: Torsten Schremmer, Christoph Angenendt / Marion Henig

Wer die Energiekosten seiner Druckluftversorgung reduzieren will, sollte neben den Kompressoren auch einen Blick auf die Trockner werfen. Der Einsatz drehzahlgeregelter Kältekompressoren, eine an die Umgebungstemperatur angepasste Steuerung des Drucktaupunktes sowie ein möglichst niedriger Druckverlust bei der Kondensatabscheidung sind einige der Stellschrauben, die sich anbieten.

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Ein Kältetrockner der FD-Baureihe mit Drehzahlregelung (VSD, Variable Speed Drive): Das Gerät spart Energie, indem es die Drehzahl des Kältemittelkompressors stets an die Feuchtelast der Druckluft anpasst. Kältetrockner kühlen die von Kompressoren erzeugte Druckluft ab, um ihr einen Großteil der enthaltenen Feuchte zu entziehen und so das Druckluftsystem und die Verbraucher vor Korrosion zu schützen.
Ein Kältetrockner der FD-Baureihe mit Drehzahlregelung (VSD, Variable Speed Drive): Das Gerät spart Energie, indem es die Drehzahl des Kältemittelkompressors stets an die Feuchtelast der Druckluft anpasst. Kältetrockner kühlen die von Kompressoren erzeugte Druckluft ab, um ihr einen Großteil der enthaltenen Feuchte zu entziehen und so das Druckluftsystem und die Verbraucher vor Korrosion zu schützen.
( Bild: Atlas Copco Kompressoren und Drucklufttechnik )
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Der Energieverbrauch der Druckluftversorgung lässt sich vor allem über moderne Kompressortechnik wie etwa die Drehzahlregelung (VSD, Variable Speed Drive) beeinflussen. Allerdings sollten auch vermeintlich kleinere Energieverbraucher unter die Lupe genommen werden, zum Beispiel die Kältetrockner. Gerade bei ihnen lässt sich ohne großen Aufwand der Verbrauch um bis zu 35 Prozent senken – und das bei geringen Mehrinvestitionen.

Kältetrockner werden eingesetzt, um das Druckluft-Rohrleitungssystem sowie die Werkzeuge und Verbraucher vor Korrosion zu schützen. Dazu kühlen sie die Druckluft auf ein bestimmtes Temperaturniveau ab. Die in der Luft enthaltene Feuchte kondensiert und wird automatisch durch einen Kondensatableiter abgeführt. Bevor die getrocknete Luft den Kältetrockner verlässt und in das Leitungssystem gelangt, wird sie wieder erwärmt – und hat eine geringe relative Feuchte.

Dreh- und Angelpunkt für den Energieverbrauch von Kältetrocknern ist der benötigte Drucktaupunkt. Nicht immer muss er bei +3 °C gehalten werden – ein Wert, der häufig aus Bequemlichkeit voreingestellt wird. Doch je höher der Drucktaupunkt ist, umso geringer ist der Energiebedarf für die Kältetrocknung – und umso kleiner kann der Trockner ausfallen. Und je kleiner der Trockner sein darf, desto niedriger bleibt die Investitionssumme.

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