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Studie: Digitalisierung Bedeutung digitaler Technologien steigt enorm

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Innerhalb eines Jahres hat sich die Bedeutung der Digitalisierung in der deutschen Chemieindustrie entscheidend verändert. In der aktuellen Chemonitor-Studie von Camelot Management Consultants gaben drei Viertel der befragten Chemiemanager an, ihr Unternehmen setze digitale Technologien ein bzw. verstehe sich sogar als Innovator und Treiber in Bezug auf diese Technologien. In der gleichen Umfrage vor einem Jahr lag dieser Anteil noch bei unter 30 %.

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Im Industrie 4.0 Zeitalter müssen siich Unternehmen bei der Digitalisierung mit komplexen und zeitintensiven Anforderungen an Entwicklungen und Prozesse auseinandersetzen.
Im Industrie 4.0 Zeitalter müssen siich Unternehmen bei der Digitalisierung mit komplexen und zeitintensiven Anforderungen an Entwicklungen und Prozesse auseinandersetzen.
(Bild: Mimi Potter - Fotolia)

München – „Die aktuelle Chemonitor-Umfrage zeigt eine deutliche Verschiebung von einer eher passiven Position der Chemieindustrie zu einer aktiven Rolle. Die deutschen Chemiemanager haben verstanden, dass die Digitalisierung einer der Haupthebel für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit ist", sagt Sven Mandewirth, Partner Chemie bei Camelot Management Consultants, die Umfrageergebnisse. Für das Chemonitor Trendbarometer werden zweimal pro Jahr über 200 Top-Entscheider der deutschen Chemieindustrie befragt. Das Chemonitor-Teilnehmer-Panel existiert bereits seit 2007.

Befragt nach der Bedeutung der Digitalisierung für die unterschiedlichen Unternehmensfunktionen in den kommenden drei Jahren schreiben etwa zwei Drittel der befragten Chemiemanager der Supply Chain und Logistik (75 %) sowie dem Vertrieb und Marketing (je 73 %) eine „erfolgskritische“ oder „wesentliche“ Bedeutung zu. Als ähnlich „erfolgskritisch“ wurde die Produktion bewertet (15 %). Forschung und Entwicklung sowie Finanzen und Administration werden in der Summe von mehr als der Hälfte der Befragten genannt, aber von einem deutlich geringeren Anteil als „erfolgskritisch“ (4 % und 5 %) angesehen.

Chemiemittelstand holt bei der Digitalisierung auf

Eine Analyse der Entwicklung bei der Nutzung digitaler Technologie in Chemieunternehmen abhängig von der Unternehmensgröße ergab einen starken Anstieg der aktiven Nutzer bei Chemieunternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern (2015: 26 %, aktuell: 69 %). Ebenso stark stieg auch der Anteil der Nutzer bei großen Chemieunternehmen von 31 % auf 77 %. Allerdings sehen wesentlich mehr Chemiemanager aus Großkonzernen ihr Unternehmen als Innovatoren in der Digitalisierung als Manager aus dem Mittelstand (29 % versus 10 %).

Die Studie kann kostenfrei unterwww.camelot-mc.comheruntergeladen werden.

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