Newsticker September: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Bayerisches Chemieunternehmen zahlt Mitarbeitern Impfprämie

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05.09.2021

Riad/Sanaa (dpa) *11:30 Uhr – Erneuter Raketenangriff auf Saudi Aramco-Anlagen

Bei einem Raketenangriff der jemenitischen Huthi-Rebellen in Saudi-Arabien sind zwei Kinder verletzt und mehrere Häuser beschädigt worden. Die saudische Luftabwehr fing nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Riad am Samstagabend drei ballistische Raketen und drei mit Sprengstoff beladene Drohnen ab und zerstörte diese. Raketensplitter hätten zwei Kinder in der Nähe von Dammam im Osten verletzt und 14 Wohnhäuser leicht beschädigt, teilte Ministeriumssprecher Turki al-Maliki am Sonntag mit.

Der Küstenort Dammam und die Nachbarstadt Dhahran sind wichtiger Standort der saudischen Ölindustrie, wo auch der Staatskonzern Aramco seinen Sitz hat. Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen haben Aramco-Anlagen schon mehrfach angegriffen. Im März hatten sie ein Öllager im Hafen Ras Tanura vom Meer aus mit Drohnen angegriffen. Im November hatten sie erklärt, eine Aramco-Anlage in Dschidda mit einem Marschflugkörper getroffen zu haben.

Die Huthis erklärten am Sonntag, Aramco-Anlagen in Dammam und weiteren Orten angegriffen zu haben. «Der erfolgreiche Einsatz habe sein Ziel erreicht», sagte Huthi-Militärsprecher Jahja Sari dem Rebellen-nahen Fernsehsender Al-Masirah zufolge.

Leverkusen (dpa) *11:22 Uhr – Covestro-Chef Steilemann zu Stellenabbau: Keine konkreten Planungen

Der Chemiekonzern Covestro hält sich weiter bedeckt über den Umfang eines Stellenabbaus im Zuge des Unternehmensumbaus. Die «Rheinische Post» hatte unter Berufung auf Gewerkschaftskreise berichtet, dass fast zehn Prozent der weltweit 18.000 Stellen zur Disposition stünden, davon allein in Deutschland mehr als 900. Ein Covestro-Sprecher hatte das als ersten Schätzwert bezeichnet. Im Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX bemühte sich Covestro-Chef Markus Steilemann am Wochenende um Schadensbegrenzung. «Ich kann nach bestem Wissen und Gewissen sagen, es gibt keine konkreten Planungen, diese Maximalanzahl abzubauen.»

Hintergrund ist der laufende Umbau des Kunststoff-Unternehmens, das seit Juli in einer neuen Konzernorganisation aufgestellt ist. Im Zuge dieser Neuaufstellung wurden laut Steilemann seit mehr als einem Jahr auch Ideen zusammengetragen, welche Strukturen und Tätigkeiten eventuell nicht mehr notwendig seien oder etwa durch die Digitalisierung effizienter gestaltet werden könnten. Als Beispiel nannte er eine vorsorgliche Anlagenwartung durch den Einsatz künstlicher Intelligenz, an der aktuell gearbeitet werde.

Wenn alle Vorschläge vollständig umgesetzt würden, käme man auf die genannte Zahl von theoretisch 1700 Stellen, davon gut 900 in Deutschland, die abgebaut werden könnten, sagte Steilemann. Zudem handele sich erst einmal um Ideen, die auf ihre Praktikabilität und Realisierbarkeit hin überprüft würden, betonte der Covestro-Chef. Erst danach lasse ich sagen, wie viele Stellen gegebenenfalls wegfallen werden und was ein Arbeitsplatzabbau kosten würde.

Der Manager verwies auf den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis 2025. Diese Vereinbarung hatte Covestro 2018 getroffen, als in einem damals schwierigen Marktumfeld ein Programm zur Streichung von 900 Stellen aufgelegt worden war. Aktuell sind laut Covestro Gespräche über eine Verlängerung der Vereinbarung bis 2028 geplant. Von den weltweit 18.000 Beschäftigten sind 7600 in Deutschland tätig.

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