Schädlingsbekämpfung Bayer weiht Gewächshaus für Insektizidforschung in Mohnheim ein

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Bayer will seine Position im Markt für Schädlingsbekämpfungsmittel festigen. Dazu hat das Unternehmen am Standort Monheim rund 45 Millionen Euro in den Bau eines etwa 11.000 m2 großen Gewächshauses mit angeschlossenem Labor- und Bürogebäude für die Insektizidforschung investiert.

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Beim Band-Durchschneiden anlässlich der Einweihung: Adrian Percy, Leiter Forschung und Entwicklung, Axel Trautwein, Leiter Chemische Forschung, Markus Dollinger, Leiter Insektizidforschung, Daniel Zimmermann, Bürgermeister der Stadt Monheim am Rhein, Projektleiter Torsten Knohl und Bayer-Standortleiterin Simone Rosche.
Beim Band-Durchschneiden anlässlich der Einweihung: Adrian Percy, Leiter Forschung und Entwicklung, Axel Trautwein, Leiter Chemische Forschung, Markus Dollinger, Leiter Insektizidforschung, Daniel Zimmermann, Bürgermeister der Stadt Monheim am Rhein, Projektleiter Torsten Knohl und Bayer-Standortleiterin Simone Rosche.
(Bild: Bayer)

Monheim – Der Bau des neuen Gewächshauses ist das größte Einzelprojekt von Bayer in Monheim im Rahmen eines Investitionsprogramms von rund 170 Millionen Euro in den zurückliegenden sechs Jahren. Neben Neuinvestitionen sind die Modernisierung und der gezielte Ausbau der vorhandenen Forschungs-Infrastruktur wichtige Elemente der Wachstumsstrategie von Crop Science.

„Dieses Gewächshaus hätte überall auf der Welt stehen können. Doch Deutschland hat als Standort beachtliche Stärken: eine vielfältige, nachhaltige Agrarwirtschaft, ein hohes Ausbildungsniveau und solides Wissensfundament, sowie eine attraktive Lage in einem dynamischen europäischen Umfeld", sagte Dirk Backhaus, Leiter Product Supply und Mitglied der Geschäftsleitung der Bayer-Division Crop Science, bei der Einweihungsfeier vor 50 geladenen Gästen sowie rund 150 Mitarbeitern. Die Investition sei deshalb auch das Bekenntnis von Bayer zur Innovationskraft Europas, Deutschlands und ganz konkret zum Forschungsstandort Monheim in Nordrhein-Westfalen.

Neue Möglichkeiten zur Insektizid-Entwicklung

Landwirte in aller Welt kämpfen gegen zunehmenden Schädlingsbefall und sich ausbreitende Resistenzen gegen derzeit verfügbare Insektizide. Darüber hinaus führen verschärfte Zulassungsanforderungen zu höheren Markteintrittsbarrieren für neue insektizide Lösungen. „Das neue Gewächshaus verbessert unsere Möglichkeiten, neue selektive Insektizide zu entwickeln", betonte Markus Dollinger, Leiter der Bayer-Insektizidforschung. „Wir sind davon überzeugt, den dringenden Bedarf unserer Kunden befriedigen zu können - mit innovativen Produkten auf Basis der hier entwickelten insektiziden Wirkstoffe. Und damit gleichzeitig zu einer nachhaltigen Landwirtschaft beizutragen." Zusätzlich zum neuen Gewächshaus steht der Insektizidforschung ein angrenzendes Gebäude mit 1.200 m2 Labor- und 870 m2 Bürofläche zur Verfügung.

Das Gewächshaus wird 60 Mitarbeitern optimale Bedingungen für Anzucht und Tests von mehr als 30 verschiedenen Kulturpflanzenarten und über 40 zum Teil exotischen Schädlingsarten und Nützlingen bieten. Höchste Biosicherheits- und Hygienestandards ermöglichen das Arbeiten mit diesen Organismen, aber auch mit transgenen Pflanzen und neuen Pflanzenzüchtungen. Das Gewächshaus besteht aus 133 Kammern, in denen sich die verschiedensten Klimabedingungen individuell simulieren lassen, wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit, Tageslängen, Temperaturverläufe und Luftfilterung. Dadurch können Versuche unter realistischen, naturnahen Bedingungen ablaufen. Dies ermöglicht parallele Studien an heimischen und exotischen Nutzpflanzen mit den in Entwicklung befindlichen Wirkstoffen und alternativen Technologien wie biologischem Pflanzenschutz, Pflanzenzüchtung und nützlingsverträglichen Kombinationsstrategien.

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