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3. Quartalsbericht 2016 von Bayer

Bayer trotz Wirbel um Monsanto-Deal mit starker Entwicklung bei Pharmaceuticals

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Bei den etablierten Top-Pharmaprodukten erzielten vor allem die Hormonspiralen der Mirena -Produktfamilie starke Umsatzzuwächse (wb. plus 13,2 %), insbesondere infolge einer positiven Preisentwicklung in den USA. Erfreulich entwickelten sich die Geschäfte mit dem Antidiabetikum Glucobay (wb. plus 8,0 %) sowie mit dem Antibiotikum Avalox /Avelox (wb. plus 8,8 %), die weiter von einer hohen Nachfrage in China profitierten. Bei den Blutgerinnungsmitteln Kogenate /Kovaltry führten Schwankungen im Bestellvolumen des Vertriebspartners zu leicht rückläufigen Umsätzen (wb. minus 2,4 %). Das Geschäft mit dem Krebsmedikament Nexavar blieb merklich unter Vorjahr (wb. minus 9,3 %), vor allem aufgrund eines erhöhten Wettbewerbsdrucks in den USA. Beim Multiple-Sklerose-Präparat Betaferon / Betaseron gingen die Umsätze deutlich zurück (wb. minus 19,7 %), im Wesentlichen bedingt durch einen schwächeren Geschäftsverlauf in den USA und Europa. Insgesamt konnte das Pharmaceuticals-Geschäft in allen Regionen wb. ausgebaut werden.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Pharmaceuticals stieg bei weiterhin überproportional hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung deutlich um 13,4 % auf 1,421 (1,253) Milliarden Euro. Dieser Ergebniszuwachs ist zum einen auf die sehr gute Geschäftsentwicklung – insbesondere der neueren Produkte – zurückzuführen. Zum anderen konnten die Aufwendungen für Marketing und Vertrieb in etwa auf dem Niveau des Vorjahresquartals gehalten werden.

Moderate Geschäftsausweitung bei Consumer Health

Der Umsatz im Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten (Consumer Health) lag mit 1,425 (1,424) Milliarden Euro auf Vorjahresniveau. Wpb. entsprach das einem Zuwachs von 3,6 %. Währungsbereinigt entwickelte sich das Geschäft in den Regionen Lateinamerika/Afrika/Nahost, Nordamerika und Asien/Pazifik positiv. In Europa hingegen gingen die Umsätze im Vergleich zu einem starken Vorjahresquartal leicht zurück. „Zweistellige Wachstumsraten erzielten wir mit unseren Marken Aleve , Alka-Seltzer , One A Day und Elevit “, sagte Baumann.

Das Analgetikum Aleve legte wb. um 12,7 % zu. Maßgeblich hierfür war die positive Geschäftsentwicklung in den USA, unter anderem dank einer Produktlinienerweiterung. Die Alka-Seltzer -Produktfamilie zur Behandlung von Magenbeschwerden und Erkältungskrankheiten (wb. plus 15,0 %) und das Vitaminpräparat One A Day (wb. plus 11,8 %) erzielten ebenfalls deutliche Umsatzsteigerungen, die vor allem auf Produktlinienerweiterungen in den USA zurückzuführen sind. Das Geschäft mit dem Vitaminpräparat Elevit wuchs merklich (wb. plus 17,9 %), vor allem in China. Dagegen blieb das Geschäft mit dem Sonnenschutzmittel Coppertone mit wb. minus 5,0 % infolge geringerer Verkäufe in den USA unter Vorjahr.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Consumer Health ging um 3,5 % auf 328 (340) Millionen Euro zurück. Die Ergebnisbeiträge aus der positiven Geschäftsentwicklung konnten die höheren Herstellungskosten und Währungseffekte von etwa minus 20 Millionen Euro nicht kompensieren.

Crop Science in weiterhin schwierigem Marktumfeld erfolgreich

Im Agrargeschäft (Crop Science) erzielte Bayer einen Umsatz von 2,057 (2,081) Milliarden Euro. Nominal entsprach das einem Rückgang von 1,2 %, wpb. lag der Umsatz auf Vorjahreshöhe. „Crop Science war in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld erfolgreich“, sagte Baumann. Crop Protection/Seeds konnte insgesamt das Niveau des Vorjahresquartals halten, trotz weiterhin schwieriger Rahmenbedingungen vor allem in Lateinamerika. Erfreulich entwickelte sich das Crop-Science-Geschäft in Europa (wb. plus 5,8 %) und Nordamerika (wb. plus 5,7 %). In Asien/Pazifik lag der Umsatz mit wb. plus 1,1 % leicht über Vorjahr, während er in Lateinamerika/Afrika/ Nahost mit wb. minus 5,3 % rückläufig war.

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