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3. Quartalsbericht 2016 von Bayer

Bayer trotz Wirbel um Monsanto-Deal mit starker Entwicklung bei Pharmaceuticals

| Redakteur: Matthias Back

Der Bayer-Konzern hat seinen Wachstumskurs im 3. Quartal 2016 weiter fortgesetzt und ist mit der vereinbarten Akquisition von Monsanto auch strategisch einen großen Schritt vorangekommen. Im Life-Science-Geschäft erzielte Bayer in Summe einen erfreulichen Umsatz- und Ergebniszuwachs – vor allem Pharmaceuticals überzeugte erneut mit einem sehr positiven Geschäftsverlauf.

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(Bild: Bayer)

Leverkusen – Bayer-Chef Werner Baumann zeigt sich mit der derzeitigen Entwicklung des Unternehmens zufrieden. Auch operativ sei das 3. Quartal sehr erfolgreich gewesen, so Baumann. „Die Ankündigung, Monsanto zu übernehmen, ist ein bedeutender strategischer Meilenstein für Bayer. Wir schaffen damit ein führendes Unternehmen in der Agrarwirtschaft – und festigen zugleich unsere führende Position als Life-Science-Unternehmen“, sagte Vorstandsvorsitzender Werner Baumann am Mittwoch bei der Vorlage des Zwischenberichts.

Auch die neueren Produkte entwickeln sich weiterhin stark. Consumer Health erreichte währungs- und portfoliobereinigt (wpb.) ein Umsatzwachstum, das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA lag jedoch unter Vorjahr. Crop Science konnte die operative Performance in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld auf dem Niveau des Vorjahres halten. Animal Health erzielte Umsatz- und Ergebniszuwächse. Covestro verzeichnete wpb. leichte Umsatzzuwächse und steigerte das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA deutlich. Für das Gesamtjahr 2016 sind die Aussichten weiterhin positiv: Den Ausblick für das bereinigte Ergebnis je Aktie hebt Bayer an.

Akquisition von Monsanto erhöht Sonderaufwendungen

Der Konzernumsatz stieg im 3. Quartal um 2,3 (wpb. 3,5) % auf 11,262 (Vorjahr: 11,004) Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 6,0 % auf 2,682 (2,530) Milliarden Euro. Das EBIT stieg um 14,2 % auf 1,795 (1,572) Milliarden Euro. Die Sonderaufwendungen beliefen sich auf 125 (204) Millionen Euro. Hierin enthalten sind im Wesentlichen Aufwendungen in Verbindung mit der vereinbarten Akquisition von Monsanto in Höhe von 52 Millionen Euro, für Effizienzsteigerungsmaßnahmen in Höhe von 49 Millionen Euro sowie Kosten für die Integration erworbener Geschäfte in Höhe von 23 Millionen Euro. Das EBIT vor Sondereinflüssen stieg um 8,1 % auf 1,920 (1,776) Milliarden Euro. Das Konzernergebnis legte um 18,8 % auf 1,187 (0,999) Milliarden Euro zu, das bereinigte Konzernergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft um 2,4 % auf 1,73 (1,69) Euro.

Der Brutto-Cashflow aus fortzuführendem Geschäft stieg unter anderem aufgrund des gesteigerten EBIT kräftig um 36,1 % auf 1,951 (1,434) Milliarden Euro. Der Netto-Cashflow (gesamt) konnte durch eine erhöhte Mittelfreisetzung im Working Capital deutlich um 31,0 % auf 3,053 (2,330) Milliarden Euro erhöht werden. Die Nettofinanzverschuldung verringerte sich um 2,0 Milliarden Euro von 17,8 Milliarden Euro am 30. Juni 2016 auf 15,8 Milliarden Euro am 30. September 2016, im Wesentlichen durch Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit.

Starke Umsatz- und Ergebnisentwicklung bei Pharmaceuticals

Im Geschäft mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln (Pharmaceuticals) stieg der Umsatz erfreulich um 7,3 (wpb. 7,6) % auf 4,152 (3,870) Milliarden Euro. „Unsere neueren Produkte verzeichneten weiterhin eine starke Entwicklung“, sagte Baumann. Der Gerinnungshemmer Xarelto , das Augenmedikament Eylea , die Krebsmittel Xofigo und Stivarga sowie Adempas gegen Lungenhochdruck erzielten einen Umsatz von insgesamt 1,395 (1,082) Milliarden Euro. Währungsbereinigt (wb.) entsprach das einem Plus von 28,3 %. Xarelto erzielte erneut starke Umsatzsteigerungen (wb. plus 34,4 %), maßgeblich durch die Mengenausweitungen in Europa und Japan. Erfreuliche Zuwächse verzeichnete Xarelto auch in den USA, wo das Produkt von einer Tochtergesellschaft von Johnson & Johnson vermarktet wird. Die Umsätze von Eylea konnten mit wb. plus 26,5 % deutlich gesteigert werden, vor allem aufgrund des guten Geschäftsverlaufs in Europa und Kanada.

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Matthias Back

Matthias Back

Projektmanager Digital PROCESS/LABORPRAXIS