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Arbeitszeitmodell an Projektgeschäft angepasst

Bayer Technology Services kehrt zur 37,5-Stundenwoche zurück

| Redakteur: Doris Popp

Dr. Dirk Van Meirvenne (l.), Geschäftsführer der Bayer Technology Services, und Thomas de Win, Vorsitzender des Bayer-Gesamtbetriebsrats
Dr. Dirk Van Meirvenne (l.), Geschäftsführer der Bayer Technology Services, und Thomas de Win, Vorsitzender des Bayer-Gesamtbetriebsrats (Bild: Bayer)

Wie kann man im Projektgeschäft flexibler auf schwankende Kundennachfragen reagieren? Diese Kernfrage beantwortet man jetzt bei der Bayer Technology Services GmbH (BTS) mit der Rückkehr zur 37,5-Stundenwoche zum 1. Oktober 2014.

Leverkusen – Das aktuelle Entgelt der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen wird nach Auskunft des Unternehmens nicht verändert. Darauf haben sich Unternehmensleitung und der Gesamtbetriebsrat von Bayer in einer Nachfolgevereinbarung zur Zukunftssicherung der BTS GmbH verständigt. Nach der in 2009 geschlossenen Gesamtbetriebsvereinbarung "Zukunftssicherung" hatte die BTS die im Flächentarifvertrag der chemischen Industrie vorgesehenen Öffnungsklauseln genutzt und für die Beschäftigten eine wöchentliche Arbeitszeit von 40 Stunden bei gleich bleibendem Entgelt vereinbart. Dadurch konnte die Bayer-Servicegesellschaft die Wettbewerbsfähigkeit verbessern und einen Arbeitsplatzabbau vermeiden sowie weitere Einstellungen realisieren.

Zu den Kernelementen der Nachfolgevereinbarung sowie einer Rahmenvereinbarung zur Gleitzeit zählen die Nutzung flexibler Arbeitszeitmodelle und Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung. Im Zuge der klassischen Gleitzeitregelung können die BTS-Beschäftigten ihre Arbeitszeiten weitgehend eigenverantwortlich planen. Zudem sind im Rahmen einer sogenannten Projektarbeitszeit kollektive Regelungen zur Gestaltung der Arbeitszeit möglich. So kann eine Wochenarbeitszeit je nach Auftragslage festgelegt werden, die maximal 40 und mindestens 35 Stunden umfassen darf. Festgeschrieben wurden zudem die Fortsetzung von Qualifizierungsprogrammen und die bedarfsorientierte Übernahme von Ausgebildeten. Auch den Personalbestand von rund 1.300 Mitarbeiterjahren werde die BTS beibehalten, so das Unternehmen.

„Mit den neuen Vereinbarungen ist es gelungen, die Sicherung des Geschäfts und die damit verbundene Wettbewerbsfähigkeit sowie die Interessen der Beschäftigten nachhaltig und innovativ miteinander in Einklang zu bringen. Mit der Fortführung unserer erfolgreichen Weiterqualifizierungsprogramme können wir unsere technologische Kompetenz nachhaltig ausbauen“, sagt Dr. Dirk Van Meirvenne, Geschäftsführer der Bayer Technology Services. Wie Van Meirvenne erläutert, beurteilt eine gemeinsame paritätische Kommission regelmäßig mit Blick auf die wirtschaftliche Situation der BTS den Erfolg der festgelegten Maßnahmen.

„Gesamtbetriebsrat und Unternehmensleitung der BTS GmbH sind sich einig, dass die nachhaltige Geschäfts- und Beschäftigungssicherung ein wesentliches gemeinsames Anliegen ist. Beide Seiten begrüßen darum insbesondere Formen der Arbeitszeitgestaltung, die zum einen die individuellen Wünsche der Beschäftigten und zum anderen die betrieblichen Notwendigkeiten miteinander verbinden“, hebt Thomas de Win, Vorsitzender des Bayer-Gesamtbetriebsrats, hervor. Zukunftssicherung sei nicht möglich ohne deutliches Bekenntnis zur Beschäftigungssicherung. Dazu gehöre auch die Übernahme von Ausgebildeten, so de Win.

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