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Aktien im Wert von 2,2 Milliarden Euro

Bayer schließt Milliardenverkauf von Covestro ab

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Zweieinhalb Jahre nach Börsengang der ehemaligen Bayer-Tochter Covestro trennt sich das Unternehmen endgültig vom Kunststoffhersteller. Im Zuge der anstehenden Monsanto-Übernahme sorgen die Leverkusener damit für einen warmen Geldregen.

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Bayer will sich endgültig von Covestro lösen. Bis Covestro als eigenständiges Unternehmen an die Börse ging, hat der Konststoffhersteller als Bayer Material Science firmiert.
Bayer will sich endgültig von Covestro lösen. Bis Covestro als eigenständiges Unternehmen an die Börse ging, hat der Konststoffhersteller als Bayer Material Science firmiert.
(Bild: Bayer)

Leverkusen – Der Bayer-Konzern hat 28,81 Millionen bzw. 14,2 % der Aktien von Covestro zum Stückpreis von 75,50 Euro verkauft. Insgesamt belief sich das Volumen auf 2,2 Milliarden Euro. Bayer behält noch einen 6,8 %-Anteil an Covestro, um die im Jahr 2020 fällige Umtauschanleihe zu bedienen. Diese Aktien hat das Unternehmen vom Bayer Pension Trust erworben, der nun seinerseits keine Covestro-Aktien mehr besitzt.

Covestro ist seit dem 6. Oktober 2015 an der Börse notiert und vor wenigen Wochen in den deutschen Leitindex DAX aufgestiegen. Insgesamt habe Bayer bisher gut neun Milliarden Euro durch den Verkauf von Covestro-Aktien erwirtschaftet. Dem DAX-Aufsteiger haben die Anteilsverkäufe bisher nicht geschadet, seit Börsengang ist der Kurs des Kunststoffherstellers um rund 190 % gestiegen.

„Mit dieser größten Platzierung von Covestro-Aktien haben wir den Verkaufsprozess sehr erfolgreich abgeschlossen“, sagte der Bayer-Vorstandsvorsitzende Werner Baumann. „Das ist ein sehr erfreuliches Ergebnis, das wir schneller erreicht haben als angenommen“, erklärte Finanzvorstand Johannes Dietsch. „Die Verkaufserlöse sind zudem höher ausgefallen als erwartet. Das werden wir berücksichtigen, wenn wir den Umfang der Bezugsrechtskapitalerhöhung zur Finanzierung der geplanten Übernahme von Monsanto festlegen.“

Die Aktienplatzierung erfolgte am Donnerstagabend nach Marktschluss und richtete sich ausschließlich an institutionelle Investoren. Bofa Merrill Lynch und J.P. Morgan agierten als Joint Bookrunner.

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