Bilanzzahlen 2. Quartal 2016 von Bayer

Bayer hebt Konzernausblick für 2016 an

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Animal Health wächst in allen Regionen

Im Tiergesundheitsgeschäft (Animal Health) betrug der Umsatz 426 (428) Millionen Euro. Das entsprach nominal dem Vorjahresniveau (minus 0,5 Prozent) und wpb. einem Umsatzanstieg um 4,2 Prozent. Alle Regionen entwickelten sich wb. positiv – den stärksten Zuwachs erzielte Bayer dabei in Europa. Der Umsatz der Advantage -Produktfamilie mit Floh-, Zecken- und Entwurmungsmitteln war hauptsächlich aufgrund erhöhten Wettbewerbsdrucks rückläufig (wb. minus 3,7 Prozent). Deutliche Umsatzzuwächse erreichte das Floh- und Zeckenhalsband Seresto (wb. plus 44,6 Prozent), im Wesentlichen durch eine erhöhte Nachfrage in den USA. Auch in Europa konnte Bayer die Umsätze steigern. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Animal Health verringerte sich um 16,7 Prozent auf 100 (120) Millionen Euro. Maßgeblich hierfür waren im Wesentlichen saisonale Verschiebungen bei den Aufwendungen für Marketing und Vertrieb sowie negative Währungseinflüsse in Höhe von etwa 5 Millionen Euro.

Anhaltend günstige Rohstoffpreisentwicklung bei Covestro

Der Umsatz von Covestro sank im 2. Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,6 (wpb. 3,9) Prozent auf 2,975 (3,185) Milliarden Euro. Die Absatzpreise waren – im Wesentlichen bedingt durch die Rohstoffpreisentwicklung – deutlich rückläufig, insbesondere bei Polyurethanes. Die Absatzmengen lagen insgesamt über denen des Vorjahresquartals. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Covestro verbesserte sich um 7,3 Prozent auf 543 (506) Millionen Euro. Die Auswirkung niedrigerer Absatzpreise wurde durch gesunkene Rohstoffpreise und höhere Absatzmengen in Summe überkompensiert. Ein Währungseffekt von etwa minus 5 Millionen Euro belastete das Ergebnis.

Gute Entwicklung der Life-Science-Geschäfte im 1. Halbjahr

Im 1. Halbjahr betrug der Umsatz des Bayer-Konzerns 23,687 (23,796) Milliarden Euro. Nominal lag er mit minus 0,5 Prozent auf Vorjahresniveau, wpb. entsprach das einem Plus von 2,8 Prozent. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um 10,9 Prozent auf 6,441 (5,810) Milliarden Euro. Die gute Geschäftsentwicklung insbesondere in den Life-Science-Bereichen ging einher mit hohen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie Marketing und Vertrieb. Ergebnismindernd wirkten sich Währungseffekte von etwa minus 150 Millionen Euro aus. Das Konzernergebnis erhöhte sich um 15,7 Prozent auf 2,891 (2,498) Milliarden Euro. Das bereinigte Konzernergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft kletterte um 9,1 Prozent auf 4,42 (4,05) Euro.

Für das 2. Halbjahr 2016 legt Bayer die Wechselkurse vom 30. Juni 2016 zugrunde, z. B. einen Euro-USD-Kurs von 1,11. Das Unternehmen plant nun für das Gesamtjahr 2016 einen Umsatz von 46 bis 47 (bisher: über 47) Milliarden Euro für den Konzern inklusive Covestro. Dies entspricht nach wie vor wpb. einem Anstieg im unteren einstelligen Prozentbereich. Für das EBITDA vor Sondereinflüssen ist jetzt eine Steigerung im oberen einstelligen Prozentbereich geplant (bisher: im mittleren einstelligen Prozentbereich). Das bereinigte Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft will Bayer nun im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich steigern (bisher: im mittleren einstelligen Prozentbereich). Hierbei ist zu berücksichtigen, dass Covestro ab dem 19. April 2016 mit rund 64 Prozent (vom 1. Januar bis 18. April 2016: mit rund 69 Prozent) enthalten ist.

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