Bilanzzahlen 2. Quartal 2016 von Bayer

Bayer hebt Konzernausblick für 2016 an

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Consumer Health steigert Umsatz mit starken Marken

Der Umsatz im Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten (Consumer Health) ging nominal um 2,3 Prozent auf 1,553 (1,590) Milliarden Euro zurück, erhöhte sich jedoch wpb. um 4,0 Prozent. In den Regionen Lateinamerika/Afrika/Nahost, Europa und Asien/Pazifik verzeichnete Bayer eine gute Geschäftsentwicklung, während die Umsätze in Nordamerika im Vergleich zu einem starken Vorjahresquartal rückläufig waren. „Sehr hohe Wachstumsraten erzielten wir mit unseren Marken Claritin, Aspirin, Bepanthen /Bepanthol und Canesten“, sagte Baumann.

Der Umsatz des Antihistaminikums Claritin stieg wb. deutlich um 11,0 Prozent. Das Geschäft in den USA entwickelte sich trotz einer schwachen Allergiesaison positiv, hauptsächlich aufgrund der Markteinführung des Nasensprays ClariSpray . Der Umsatz des Schmerzmittels Aspirin erhöhte sich wb. um 8,1 Prozent und lag damit in allen Regionen über Vorjahr. Besonders erfreulich waren die Zuwächse in Lateinamerika und den USA. Mit den Wundheilungs- und Hautpflegemitteln Bepanthen /Bepanthol erzielte Bayer wb. deutliche Umsatzzuwächse (plus 20,7 Prozent), hauptsächlich in Europa. Die deutliche Geschäftsausweitung mit der Haut- und Intimgesundheitsproduktlinie Canesten (wb. plus 19,0 Prozent) war auf Mengensteigerungen in allen Regionen zurückzuführen, insbesondere in China und Deutschland. Das Geschäft mit dem Analgetikum Aleve war hingegen insgesamt rückläufig (wb. minus 5,1 Prozent). Der Umsatz mit den Fußpflegeprodukten Dr. Scholl’s (wb. minus 13,6 Prozent) sank in den USA aufgrund des schwächeren Marktumfeldes und erhöhten Wettbewerbs.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Consumer Health ging um 9,4 Prozent auf 328 (362) Millionen Euro zurück. Die Ergebnisbeiträge aus dem guten Geschäftsverlauf und den Kostensynergien konnten die höheren Marketinginvestitionen sowie Allokationsbelastungen und Währungseffekte von etwa minus 25 Millionen Euro nicht kompensieren.

Crop Science in anhaltend schwierigem Marktumfeld behauptet

Im Agrargeschäft (Crop Science) erzielte Bayer einen Umsatz von 2,518 (2,636) Milliarden Euro. Nominal entsprach das einem Rückgang von 4,5 Prozent, wpb. einem Plus von 0,4 Prozent. „Bei Crop Protection/Seeds konnten wir trotz eines weiterhin schwachen Marktumfelds das Vorjahresniveau halten“, sagte Baumann. Erfreulich entwickelte sich das Crop-Science-Geschäft in Asien/Pazifik, wo die Umsätze wb. um 8,4 Prozent zunahmen. In Europa lag der Umsatz leicht über Vorjahr (wb. plus 0,9 Prozent) und in Lateinamerika/Afrika/Nahost auf Vorjahresniveau (wb. minus 0,2 Prozent). In Nordamerika ging das Geschäft wb. um 3,4 Prozent zurück.

Im Pflanzenschutz (Crop Protection) wurde mit Fungiziden wpb. ein Plus von 6,0 Prozent erwirtschaftet. Positiv war auch die Entwicklung bei den Herbiziden (wpb. plus 3,9 Prozent), während der Umsatz mit Insektiziden wpb. um 11,9 Prozent nachgab. Bei SeedGrowth (Saatgutbehandlungsmittel) ging der Umsatz wpb. um 6,1 Prozent zurück und bei Seeds (Saatgut) aufgrund saisonaler Effekte um 4,8 Prozent. Der Umsatz von Environmental Science lag mit minus 1,2 Prozent leicht unter Vorjahr. Nach der im Mai 2016 erfolgten Unterzeichnung des Vertrags über den Verkauf des Konsumentengeschäfts von Environmental Science weist Bayer dieses als nicht fortgeführtes Geschäft aus. Environmental Science beinhaltet dementsprechend nur noch das Geschäft für professionelle Anwender. Kennzahlen, Vorjahreswerte und Ausblick wurden entsprechend angepasst.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Crop Science ging im 2. Quartal um 8,2 Prozent auf 663 (722) Millionen Euro zurück. Gestiegene Herstellungskosten und leicht niedrigere Absatzmengen sowie ein Währungseffekt von rund minus 10 Millionen Euro konnten durch höhere Absatzpreise und geringere Aufwendungen für Marketing und Vertrieb nur teilweise kompensiert werden.

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