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Bilanzzahlen 2. Quartal 2016 von Bayer

Bayer hebt Konzernausblick für 2016 an

| Redakteur: Matthias Back

Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2016 will Bayer den Konzenausblick anheben.
Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2016 will Bayer den Konzenausblick anheben. (Bild: Bayer)

Der Konzernumsatz von Bayer wächst um 2,3 Prozent auf 11,833 Milliarden Euro. Der Geschäftsbereich Pharmaceuticals setzt den starken Wachstumstrend ebenfalls fort. Zudem kann Consumer Health ein Umsaztplus verzeichen und auch das Crop-Science-Geschäft kann sich im anhaltend schwierigen Marktumfeld behaupten.

Leverkusen –Der Bayer-Konzern ist im 2. Quartal 2016 weiter gewachsen. „Unsere Life-Science-Geschäfte zeigten in Summe einen erfreulichen Umsatz- und Ergebniszuwachs“, erklärte Vorstandsvorsitzender Werner Baumann am Mittwoch bei der Vorlage des Zwischenberichts. Bei Pharmaceuticals profitierte Bayer von der weiterhin starken Entwicklung der neueren Produkte. Consumer Health konnte den Umsatz steigern, das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA ging hingegen zurück. Der Umsatz von Crop Science blieb trotz eines anhaltend schwierigen Marktumfelds auf Vorjahresniveau, während das Ergebnis rückläufig war. Bei Animal Health war das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA trotz Umsatzwachstum rückläufig. Covestro steigerte das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA deutlich, während der Umsatz erwartungsgemäß sank. „Für das Gesamtjahr sind wir weiter zuversichtlich und heben den Konzernausblick an“, so Baumann.

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Der Konzernumsatz ging im 2. Quartal 2016 nominal um 1,4 Prozent auf 11,833 (Vorjahr: 12,003) Milliarden Euro zurück – bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte (wpb.) entsprach das einem Zuwachs um 2,3 Prozent. Das EBITDA vor Sondereinflüssen erhöhte sich trotz negativer Währungseinflüsse von 90 Millionen Euro, Dissynergien aus dem Covestro-IPO sowie dem Verkauf von Diabetes Care um 5,7 Prozent auf 3,054 (2,888) Milliarden Euro. Das EBIT stieg um 17,3 Prozent auf 2,138 (1,823) Milliarden Euro. Darin enthalten sind Sonderaufwendungen in Höhe von 104 (255) Millionen Euro, die im Wesentlichen Aufwendungen für Effizienzsteigerungsmaßnahmen, Kosten für die Integration erworbener Geschäfte sowie Aufwendungen in Verbindung mit der Neuausrichtung des Konzerns betrafen. Das Konzernergebnis erhöhte sich um 18,6 Prozent auf 1,380 (1,164) Milliarden Euro. Das bereinigte Konzernergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft stieg um 4,0 Prozent auf 2,07 (1,99) Euro.

Der Brutto-Cashflow aus fortzuführendem Geschäft stieg deutlich um 9,3 Prozent auf 2,366 (2,165) Milliarden Euro. Der Netto-Cashflow (gesamt) konnte trotz einer erhöhten Mittelbindung im Working Capital leicht um 1,2 Prozent auf 1,982 (1,959) Milliarden Euro erhöht werden. Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich im Vergleich zum 31. März 2016 um 1,5 Milliarden Euro auf 17,8 Milliarden Euro am 30. Juni 2016 – im Wesentlichen aufgrund der Dividendenauszahlung.

Kräftige Zuwächse bei Pharmaceuticals

Im Geschäft mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln (Pharmaceuticals) erhöhte sich der Umsatz um 5,5 (wpb. 8,4) Prozent auf 4,104 (3,890) Milliarden Euro. „Zu diesem erfreulichen Wachstum trug vor allem die weiterhin starke Entwicklung unserer neueren Produkte bei“, erläuterte Baumann. Der orale Gerinnungshemmer Xarelto , das Augenmedikament Eylea , die Krebsmittel Xofigo und Stivarga sowie Adempas gegen Lungenhochdruck erzielten einen Umsatz von insgesamt 1,332 (1,051) Milliarden Euro und legten damit währungsbereinigt (wb.) um 28,8 Prozent zu. Xarelto erzielte mit einem Plus von wb. 30,1 Prozent erneut erfreuliche Umsatzzuwächse, im Wesentlichen aufgrund von Mengenausweitungen in Europa und Japan. In den USA, wo Xarelto von einer Tochtergesellschaft von Johnson & Johnson vermarktet wird, entwickelte sich das Geschäft ebenfalls positiv. Die Umsätze von Eylea (wb. plus 40,9 Prozent) konnte Bayer in allen Regionen deutlich steigern, vor allem in Europa, Kanada und Japan.

Bei den etablierten Top-Pharmaprodukten nahm der Umsatz von Aspirin Cardio zur Herzinfarkt-Sekundärprävention um wb. 16,4 Prozent zu. Dieses Plus resultierte im Wesentlichen aus Zuwächsen in China – ebenso wie beim Antidiabetikum Glucobay, das wb. um 6,6 Prozent zulegte. Der Umsatz des MRT-Kontrastmittels Gadavist / Gadovist stieg dank deutlicher Mengenausweitungen in den USA und Japan um wb. 28,8 Prozent. Bei den Blutgerinnungsmitteln Kogenate /Kovaltry ging der Umsatz hingegen um wb. 5,6 Prozent zurück, bedingt durch ins 1. Quartal vorgezogene Bestellungen des Vertriebspartners. Der Umsatz des Multiple-Sklerose-Präparats Betaferon / Betaseron gab wb. insgesamt um 8,7 Prozent nach, unter anderem aufgrund eines schwächeren Geschäftsverlaufs in Europa. Insgesamt konnte Bayer das Pharmaceuticals-Geschäft wb. in allen Regionen ausbauen.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen der Division stieg im 2. Quartal deutlich um 13,3 Prozent auf 1,352 (1,193) Milliarden Euro. Den Ergebnisbeiträgen aus der sehr guten Geschäftsentwicklung standen erwartungsgemäß höhere Investitionen in Forschung und Entwicklung gegenüber. Ergebnismindernd wirkten sich Währungseffekte in Höhe von etwa 40 Millionen Euro aus.

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