Medikamentenentwicklung Bayer Healthcare investiert in den Standort Wuppertal

Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Bayer Healthcare stärkt den Standort Wuppertal mit Investitionen zur Herstellung von Medikamenten gegen die Bluterkrankheit, und mit attraktiven Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter und Auszubildende.

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Dr. Klaus Jelich, Standortleiter Bayer Healthcare, Wuppertal
Dr. Klaus Jelich, Standortleiter Bayer Healthcare, Wuppertal
(Bild: Bayer)

Wuppertal – Im Rahmen zahlreicher Innovationsprojekte investiert Bayer Healthcare im laufenden Jahr am Standort Wuppertal über 300 Millionen Euro. Davon entfallen rund 70 Millionen auf Instandhaltung und rund 250 Millionen auf Neuinvestitionen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das erneut eine deutliche Steigerung – da waren rund 240 Millionen Euro investiert worden. Das war bereits ein Rekord.

„Das Bayer-Werk in Wuppertal ist zu einem stetig wachsenden Standort geworden. Das ist nicht zu übersehen, ob man mit der Schwebebahn über das Werk in Elberfeld hinwegfährt oder bei einem Spaziergang das Forschungs- und Entwicklungszentrum in Aprath betrachtet“, sagte Standortleiter Dr. Klaus Jelich bei einem Informationsgespräch.

Besonders verwies Jelich auf die Großbaustelle im Werk Elberfeld mit drei neuen Gebäuden zur Etablierung der Faktor-VIII-Herstellung. Faktor-VIII-Medikamente werden zur Behandlung von Hämophilie A, der sogenannten Bluterkrankheit, eingesetzt. Bei den von dieser Krankheit Betroffenen kommt es aufgrund eines genetischen Mangels oder Defekts des Gerinnungsfaktors VIII zu Blutungen in Gelenken, Muskeln oder anderen Geweben.

Um den steigenden Bedarf an diesen Medikamenten verlässlich bedienen zu können, wurde 2013 mit dem Bau eines neuen Produktionsbetriebs für Faktor-VIII-Medikamente in Wuppertal begonnen. Der Rohbau des dazu gehörenden Laborgebäudes zur Qualitätssicherung, in dem bis 150 neue Mitarbeiter tätig sein werden, konnte im März fertiggestellt werden.

Neben den Neubauten für Faktor-VIII-Medikamente wird eine Reihe von Modernisierungsmaßnahmen und Erweiterungen durchgeführt, insbesondere im Bereich der Entwicklungslabore. Dazu gehört der Bau eines neuen Laborgebäudes sowie der Komplettumbau einer bestehenden Einrichtung, der Etage für Etage im laufenden Betrieb durchgeführt wird.

Mit dem Wachstum in Forschung, Entwicklung und Produktion wurden Jelich zufolge kontinuierlich zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Seit 2012 steige die Zahl der Beschäftigten bei Bayer in Wuppertal jährlich an. Inzwischen sind dort rund 3000 Mitarbeiter beschäftigt. Damit zählt Bayer Healthcare zu den großen Arbeitgebern im Bergischen Land.

Auch junge Talente werden gefordert und gefördert – deshalb lasse das Interesse, eine Ausbildung bei Bayer Heathcare am Standort Wuppertal zu beginnen, nicht nach, sagte Jelich. Zum Ausbildungsjahr waren 1673 Bewerbungen eingegangen. 81 junge Menschen werden eine Ausbildung beginnen. Die drei begehrtesten Berufsbilder sind Biologielaborant, Chemielaborant und Chemikant. Derzeit sind 219 Auszubildende vor Ort beschäftigt.

In Nachbarschaft zum Werk an der Wupper wurde die Renovierung des Kindergartens „Stoppelhopser“ im letzten Jahr abgeschlossen, und auch der neue Kindergarten „Spatzennest“ in der Nähe des Forschungs- und Entwicklungszentrums Aprath ging 2014 in Betrieb. Die Kitas werden zur Hälfte von Kindern der Bayer-Mitarbeiter belegt und tragen zur Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber bei.

Auch Wissenschaft und Kultur werden gefördert. Seit 2007 unterstützte die Bayer Science & Education Foundation zur Förderung des naturwissenschaftlichen Unterrichts in Wuppertal 32 Projekte mit insgesamt 333.800 Euro.

Im Rahmen dieses Programms kommt in diesem Jahr vom 26. bis 30. Oktober das Humboldt Bayer Mobil wieder nach Wuppertal, Dabei handelt es sich um einen Truck, der als Forschungslabor umgebaut wurde und Schulklassen Ergänzungsmöglichkeiten zum naturwissenschaftlichen Unterricht bietet.

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