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Bayer und Monsanto

Bayer greift nach Monsanto

| Autor: Anke Geipel-Kern

Zum ersten Mal hat Bayer jetzt Gespräche mit Monsanto bestätigt. Wenn der Deal klappt, katapultiert sich Bayer in die erste Liga der Agrarunternehmen.

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Neuen biologischen Lösungen auf der Spur: Cecilia Wilson untersucht Erdbeerpflanzen im Forschungslabor für Pflanzenpathologie von Bayer CropScience.
Neuen biologischen Lösungen auf der Spur: Cecilia Wilson untersucht Erdbeerpflanzen im Forschungslabor für Pflanzenpathologie von Bayer CropScience.
(Bild: Bayer AG)

Leverkusen – Die Gerüchteküche brodelte schon seit Wochen, aber jetzt hat die Bayer-Zentrale die Gespräche mit Monsanto offiziell bestätigt. Vertreter von Bayer haben vor kurzem Mitglieder der Geschäftsführung von Monsanto Company getroffen, um vertraulich über eine einvernehmliche Übernahme von Monsanto zu sprechen, heißt es dem Wortlaut nach in der Meldung.

Allem Anschein nach war der Vorstoß von Bayer mit Monsanto nicht abgesprochen. In der jüngsten Antwort schreibt der Agrarkonzern von einem unaufgeforderten und nicht bindenden Angebot, dass an bestimmte Forderungen gebunden sei. Jetzt werde man prüfen und zu dann zu gegebener Zeit antworten.

Um Monsanto hat es schon mehrfach Übernahmegerüchte gegeben. In den letzten Wochen hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg mit einigen Meldungen die Spekulationen angeheizt. Angeblich hatte auch die BASF Interesse an dem Agrarunternehmen.

Im letzten Jahr hatte Monsanto noch selbst einen Befreiungsschlag versucht und nach Syngenta gegriffen. Doch Anfang des Jahres machte der chinesische Staatskonzern Chemchina das Rennen.

Die momentane Übernahmerunde in der Agrochemie kommt für Marktbeobachter nicht überraschend. Die Geschäfte laufen schlecht, laut Handelsblatt, verbuchten die Akteure in den ersten neun Monaten 2015 deutlich zweistellige Ertragseinbußen. Das liegt u.a. am wichtigen Nordamerikanischen Markt – hier sind die Weizen- und Maispreise im Keller – und an der schlechten Konjunktur in Brasilien, ein Land, das die letzten Jahre für hohe Umsätze im Agrochemikalienmarkt gut war.

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