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Halbierung von Pestizideinsatz Bayer-Chef Baumann äußert Kritik an Green Deal

Redakteur: MA Alexander Stark

Bayer-Chef Werner Baumann hat den „Green Deal“ der EU-Kommission kritisiert. „Wir brauchen mehr Innovationen und mehr Digitalisierung. Das hilft bei der Dekarbonisierung, verhindert aber zugleich eine noch weitergehende Deindustrialisierung Europas“, sagte Baumann der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (20. Mai).

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Bayer-Chef Werner Baumann hat den „Green Deal“ der EU-Kommission kritisiert.
Bayer-Chef Werner Baumann hat den „Green Deal“ der EU-Kommission kritisiert.
(Bild: Bayer)

Frankfurt/Main (dpa) - Die EU-Kommission stellt an diesem Mittwoch Teile ihres „Green Deal“ für biologische Vielfalt und nachhaltige Lebensmittelproduktion vor. Sie will die wirtschaftliche Erholung mit dem „Green Deal“ für ein klimafreundliches Europa verbinden. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte den „Green Deal“ für ein klimaneutrales Europa bis 2050 zur Priorität erklärt.

Den Plan der EU-Kommission, den Einsatz von Pestiziden in Europa innerhalb der kommenden zehn Jahre zu halbieren, kritisierte Bayer-Chef Werner Baumann. „Es wäre illusorisch zu glauben, wir könnten ohne Pflanzenschutzmittel die bald acht Milliarden Menschen auf der Erde ernähren, die Biodiversität schützen und zugleich keine weiteren Flächen für die Landwirtschaft erschließen. Das funktioniert schlichtweg nicht“, sagte Baumann. Pflanzenschutzmittel sicherten den Großteil der Ernten und seien eine „essentielle Voraussetzung für eine ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln auf der ganzen Welt“.

Bayer und andere Glyphosat-Hersteller haben Ende vergangenen Jahres einen Antrag eingereicht, die Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichters auch nach 2023 in der Europäischen Union verwenden zu dürfen. Gleichwohl will der Konzern in den kommenden zehn Jahren fünf Milliarden in alternative Pflanzenschutzmittel investieren.

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