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Monsanto-Übernahme Bayer bessert Angebot leicht nach

| Redakteur: M.A. Manja Wühr

Bayer will den Agrarkonzern Monsanto übernehmen und hatte im Mai die stolze Summe von 62 Milliarden US-Dollar geboten. Doch das war den Amerikanern zu wenig. Nun legen die Leverkusener nach.

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Werner Baumann, Vorstandsvorsitzender der Bayer: „Bayer hat die feste Absicht, diese Transaktion abzuschließen.“
Werner Baumann, Vorstandsvorsitzender der Bayer: „Bayer hat die feste Absicht, diese Transaktion abzuschließen.“
(Bild: Bayer)

Leverkusen, St. Louis/USA – „Bayer hat die feste Absicht, diese Transaktion abzuschließen“, sagte Werner Baumann, Vorstandsvorsitzender von Bayer. Diese Aussage bekräftigt auch das neue Angebot: Am 1. Juli wurde Monsanto mündlich informiert, dass Bayer sein Angebot auf 125 US-Dollar pro Aktie erhöht. Wie das Unternehmen mitteilt, sei dieser Schritt das Ergebnis von vertraulichen Gesprächen mit Monsanto, bei denen die Leverkusener neue Informationen erhalten haben.

Zudem ist Bayer bereit gegenüber den Behörden bestimmte Zusagen zu machen, um den Vollzug der geplanten Akquisition von Monsanto zu ermöglichen. Sollte die Übernahme aufgrund fehlender Kartellfreigaben scheitern, will Bayer Monsanto 1,5 Milliarden US-Dollar zahlen. Auch machen die Leverkusener deutlich, dass das Angebot Transaktionssicherheit bietet und nicht unter Finanzierungsvorbehalt steht. Ein ausgehandelter Konsortialkreditvertrag zur vollständigen Finanzierung der Transaktion liegt zur Unterschrift durch fünf Banken bereit (BofA Merrill Lynch, Credit Suisse, Goldman Sachs, HSBC und JP Morgan).

Monsanto will sich erst äußern, wenn die Überprüfung des Angebots abgeschlossen ist. Zum jetzigen Zeitpunkt sei noch offen, ob es eine Übernahme geben wird oder nicht, so Monsanto. Ebenso wie die Bedingungen für eine mögliche Übernahme. Gleichzeitig scheint Monsanto nach Alternativen zu suchen. So berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg, dass der Agrarkonzern die Gespräche mit BASF über eine mögliche Kombination der Agrarchemiegeschäfte der beiden Unternehmen wieder aufgenommen hat. Weder BASF noch Bayer haben dazu Stellung genommen.

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