Kohlenstoff-Nanoröhrchen Bayer baut Kapazitäten bei Kohlenstoff-Nanoröhrchen aus

Redakteur: Jon Augestad

Bayer MaterialScience nimmt im badischen Laufenburg eine zweite Anlage zur Herstellung von Kohlenstoff-Nanoröhrchen in Betrieb.

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Die Leitwarte der neuen Produktionsanlage für Baytubes mit dem Kopf des Wirbelschichtreaktors; Bild: Bayer
Die Leitwarte der neuen Produktionsanlage für Baytubes mit dem Kopf des Wirbelschichtreaktors; Bild: Bayer
( Archiv: Vogel Business Media )

Leverkusen – Bayer MaterialScience nimmt im badischen Laufenburg auf dem Werksgelände der H.C. Starck eine zweite Anlage zur Herstellung von Kohlenstoff-Nanoröhrchen in Betrieb. Sie hat eine Kapazität von 30 Jahrestonnen und ergänzt eine bereits vor Ort bestehende Pilot-Produktionsanlage. Insgesamt verfügt Bayer MaterialScience in Laufenburg nun über eine Jahreskapazität von 60 Tonnen.

Marktpotenzial auf mehrere Tausend Tonnen jährlich geschätzt

Das Marktpotenzial für Kohlenstoff-Nanoröhrchen, auch Carbon Nanotubes oder kurz CNT genannt, wird für die kommenden Jahre auf mehrere Tausend Tonnen jährlich geschätzt. Bisherige Verfahren zur Herstellung von CNT hatten vor allem den Nachteil hoher Synthesekosten, kombiniert mit größeren Mengen störender Verunreinigungen im Produkt. Beides verhinderte eine breite industrielle Anwendung von Carbon Nanotubes. Dank eines neuen, speziellen Syntheseverfahrens kann Bayer MaterialScience CNT mit konstanten Materialreinheiten von weit über 95 Prozent in kommerziell relevanten Mengen anbieten. Die neue, hochautomatisierte Anlage, die geschlossen betrieben wird, dient neben der Produktion auch zu Entwicklungsarbeiten zur Prozess- und Verfahrensoptimierung. Mittelfristig plant Bayer MaterialScience in Deutschland den Bau einer großtechnischen Produktionsanlage für Baytubes mit einer Jahreskapazität von 3.000 Tonnen.

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