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Vereinbarung unterzeichnet BASF will globales Polyamidgeschäft von Solvay erwerben

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

BASF will das Polyamidgeschäft von Solvay erwerben. Dafür haben beide Seiten jetzt eine Vereinbarung unterzeichnet. Der Kaufpreis soll 1,6 Milliarden Euro betragen. Durch die Akquisition würde BASF sein Portfolio für wesentliche Rohstoffe für technische Kunststoffe erweitern.

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Durch die Transaktion könnte BASF sein Angebot für eine Vielzahl an Industrien aufstocken.
Durch die Transaktion könnte BASF sein Angebot für eine Vielzahl an Industrien aufstocken.
(Bild: Foto: BASF - The Chemical Company)

Ludwigshafen – Gemäß den gesetzlichen Bestimmungen erfordert die beabsichtigte Transaktion Konsultationen von Solvay mit den relevanten Sozialpartnern. Danach werden beide Unternehmen einen bindenden Kaufvertrag abschließen. Vorbehaltlich der Genehmigung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden sowie der formellen Zustimmung eines Joint-Venture-Partners, streben Solvay und BASF an, die Transaktion im dritten Quartal 2018 abzuschließen. Der Joint-Venture-Partner hat bereits zugesichert, seine Zustimmung gegenüber BASF nach Ausfertigung der endgültigen Vertragsdokumente zu erteilen.

Das Portfolio von BASF für technische Kunststoffe würde durch die Akquisition ergänzt und die Position des Unternehmens als Anbieter von Lösungen für die Transport-, Bau- und Konsumgüterindustrie sowie für weitere industrielle Anwendungen gestärkt. Regional könnte durch die Transaktion der Zugang von BASF zu den wichtigen Wachstumsmärkten in Asien und Südamerika weiter ausgebaut werden. Gleichzeitig würde durch die mit dem Kauf verbundene Erhöhung der Kapazitäten zur Herstellung von Polymeren sowie die Rückwärtsintegration in den wesentlichen Rohstoff ADN (Adipodinitril) die Polyamid 6.6-Wertschöpfungskette von BASF gestärkt.

Der Umsatz des von Solvay zu erwerbenden Geschäfts lag im Gesamtjahr 2016 bei 1.315 Millionen Euro, das Ebitda betrug rund 200 Millionen Euro. Das Geschäft umfasst 2.400 Mitarbeiter weltweit, davon 1.300 in Frankreich. Außerdem wären weltweit 12 Produktionsstandorte sowie 4 Forschungs- und Entwicklungsstandorte und 10 technische Beratungszentren Teil der beabsichtigten Akquisition. BASF plant, das Geschäft in die beiden Unternehmensbereiche Performance Materials und Monomers zu integrieren.

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