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Investition in US-Unternehmen BASF will CO2-Emission mit Lanzatech-Technologie verringern

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

BASF Venture Capital investiert in die Biotech-Firma Lanzatech. Das US-Unternehmen hat eine Technologie zur Gasfermentation entwickelt, bei der mithilfe von speziellen Mikroben zunächst Ethanol aus kohlenmonoxid- und wasserstoffhaltigen Restgasen hergestellt wird. Mit dieser Wiederverwertung von Abfallströmen anstelle deren Verbrennung können Industrieunternehmen CO2-Emissionen verringern.

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BASF investiert in Lanzatech, ein Unternehmen mit einer Technologie für Kohlenstoff-Recycling.
BASF investiert in Lanzatech, ein Unternehmen mit einer Technologie für Kohlenstoff-Recycling.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Ludwigshafen, Chicago/USA – Die patentgeschützte Technologie von Lanzatech wird derzeit im kommerziellen Maßstab in der Stahlindustrie eingesetzt, wo Kohlenmonoxid aus Restgasen zu Ethanol umgewandelt werden kann. Ethanol ist der Ausgangsstoff zum Beispiel für Diesel und Benzin oder Flugzeugtreibstoff sowie für Kunststoffe und Polymere. Lanzatechs Produktportfolio umfasst neben Ethanol weitere Biochemikalien wie chemische Spezialitäten und Zwischenprodukte, die als Ausgangsstoffe für andere Produktionsprozesse in der Chemie verwendet werden können.

Die Technologie hat außerdem das Potenzial zur Aufbereitung und Wiederverwertung von Abfallströmen in der chemischen Industrie oder von kommunalen Entsorgern. „Die Expertise der BASF in nachhaltiger Chemie zum Wohl der Gesellschaft passt zu unserer Vision des Kohlenstoff-Recyclings: Wir fangen Kohlenstoff-Abfälle auf und verwenden diese, um nützliche Alltagsgegenstände herzustellen, ersetzen somit fossile Rohstoffe und halten den Himmel klar für alle“, sagt Jennifer Holmgren, CEO von Lanzatech.

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