Suchen

1,4-Butandiol aus nachwachsenden Rohstoffen BASF strebt Großproduktion in Südostasien an

| Redakteur: M.A. Manja Wühr

BASF will ihre weltweiten Kapazitäten für 1,4-Butandiol (BDO) bis zum Jahreswechsel deutlich erhöhen. Auch der Anteil von BDO aus nachwachsenden Rohstoffen soll steigen. Dafür haben die Ludwigshafener nun weitere Lizenzen erworben, die die Großproduktion von nachhaltigem Butandiol ermöglichen.

Firmen zum Thema

BASF-Produktionsmitarbeiter Thorsten Karl zeigt eine Probe 1,4-Butandiol (BDO) aus nachwachsenden Rohstoffen, das bald auch in Südostasien produziert wird.
BASF-Produktionsmitarbeiter Thorsten Karl zeigt eine Probe 1,4-Butandiol (BDO) aus nachwachsenden Rohstoffen, das bald auch in Südostasien produziert wird.
(Bild: BASF)

Ludwigshafen/Deutschland, San Diego/Kalifornien – BASF plant ihre weltweiten Kapazitäten für 1,4-Butandiol (BDO) auf 650.000 Tonnen und für PolyTHF auf 350.000 Tonnen zum Ende des Jahres 2015 beziehungsweise zum Beginn des Jahres 2016 aufzustocken. Ein Teil davon wird wohl nachwachsenden Rohstoffen stammen. Denn die Ludwigshafen haben ihre Lizenzvereinbarung für die Produktion von BDO aus nachwachsenden Rohstoffen mit Genomatica neu verhandelt. Neben Nordamerika darf BASF nun auch in einigen Ländern Südostasiens produzieren.

So erlaubt die neue Lizenz den Bau einer World-Scale-Produktionsanlage für BDO aus nachwachsenden Rohstoffen nach dem Genomatica-Verfahren. BASF hat sich die Rechte für die Herstellung von bis zu 75.000 Tonnen pro Jahr gesichert. Gemäß den Bedingungen der Vereinbarung wird Genomatica ihre patentierte Geno-BDO-Technologie für die Herstellung von BDO aus nachwachsenden Rohstoffen weiterentwickeln. Der Prozess, der eine einstufige Fermentation beinhaltet, verwendet Dextrose oder Sucrose als Rohstoff.

Nachhaltiges BDO ist qualitativ gleichwertig

„Wir freuen uns, unsere Lizenzvereinbarung mit Genomatica auf die dynamische Region Asien-Pazifik auszuweiten“, so Stefan Blank, President, Leiter des Unternehmensbereichs Intermediates bei BASF. Er fügte hinzu: „Wir schätzen sehr, dass Genomatica der BASF eine größere Flexibilität eingeräumt hat, durch die wir BDO aus nachwachsenden Rohstoffen zu unserem Portfolio hinzufügen und so auf den Bedarf aus dem Markt reagieren können.“

BASF produziert bereits kommerzielle Mengen an BDO aus nachwachsenden Rohstoffen. Die Qualität des BDO ist vergleichbar mit petrochemisch-basiertem BDO. Außerdem hat BASF ihr Angebot um Polytetrahydrofuran (PolyTHF) aus BDO auf Basis nachwachsender Rohstoffe erweitert. BDO und seine Folgeprodukte dienen der Herstellung von Kunststoffen, Lösemitteln, Elektronik-Chemikalien und elastischen Fasern, unter anderem in der Verpackungs-, Automobil-, Textil-, Sport- und Freizeitindustrie. Derzeit produziert BASF BDO und BDO-Äquivalente an den Standorten in Ludwigshafen/Deutschland, Geismar/Louisiana, Chiba/Japan, Kuantan/Malaysia und Caojing/China.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 43619953)