Force Majeure BASF stoppt MDI-Produktion in China

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

BASF meldet Force Majeure für seine MDI-Produktion im Werk Chongqing im Südwesten Chinas. Das Unternehmen machte keine Angaben darüber, wie lange die Anlage außer Betrieb sein werde. Das Handelsblatt gibt an, dass ein Erdgas-Engpass in China BASF dazu gezwungen hat, die Produktion vorübergehend auszusetzen.

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BASF muss seine MDI-Produktion in Chongqing vorerst unterbrechen.
BASF muss seine MDI-Produktion in Chongqing vorerst unterbrechen.
(Bild: BASF)

Ludwigshafen – BASF produziert 5 % seines weltweiten Vorrats an Methylendiphenylisocyanat in der Anlage in Chongqing. MDI dient u.a. als Ausgangsstoff für Isolierungen und Kleber. Mit der Force Majeure-Meldung entbindet sich BASF von jeglicher Haftung gegenüber seinen Kunden.

Laut Handelsblatt herrscht derzeit ein Erdgasmangel in China. Andere Chemieanlagen im Süden und Westen des Landes mussten ebenfalls ihre Produktion herunterfahren. Das Erdgas werde zurzeit nach Norden umgeleitet, um es dort in den kalten Wintermonaten zum Heizen zu verwenden. Die chinesischen Behörden hatten in der Region teilweise das Heizen mit Kohle verboten, um die Umweltverschmutzung einzudämmen.

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