23.000 Verbesserungsvorschläge umgesetzt BASF spart 50 Millionen Euro dank Mitarbeiter-Ideen

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

BASF hat im vergangenen Jahr weltweit über 23.000 Verbesserungsvorschläge umgesetzt und damit knapp 50 Millionen Euro eingespart. Der Erfindergeist der Ideengeber wurde mit 4,7 Millionen Euro prämiert.

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(Bild: BASF / Detlef W. Schmalow)

Ludwigshafen – „Diese Zahlen sind ein Zeichen dafür, wie fest der Wille, Dinge zu verbessern, Prozesse und Arbeitsabläufe effizienter und einfacher zu machen, in unserer Unternehmenskultur verankert ist“, erklärt Dr. Lothar Franz, Leiter des Ideenmanagements der BASF.

Die Effizienzgedanken der BASF-Mitarbeiter werden dem Unternehmen auch in Zukunft viele Ausgaben ersparen. Allein im Jahr 2013 sind weltweit über 42.000 Ideen eingereicht worden. Diese prüft das Ideenmanagement jetzt nach und nach.

Am Hauptsitz in Ludwigshafen haben die Mitarbeiter im vergangenen Jahr mit ihren über 7000 umgesetzten Verbesserungsvorschlägen rund 31 Millionen Euro eingespart. So z.B. ein Betrieb mit 80 Mitarbeitern, in dem Wirkstoffe für Pflanzenschutzmittel hergestellt werden. Mit drei aufeinander folgenden Ideen hat das Team die Ausgaben um 1,5 Millionen Euro gesenkt.

Anlagenstillstand um 4 Wochen verkürzt

In der Anlage werden zwei Produkte hergestellt, eins im Winter und ein anderes im Sommer. Bei jeder Produktionsumstellung muss die Anlage aus Qualitätsgründen gereinigt werden. Bisher dauerte die Umstellung etwa sechs Wochen. Vor zwei Jahren nahmen die Mitarbeiter schichtübergreifend alle Prozesse unter die Lupe: Abwasseraufbereitung, Aufwärm- und Abkühlprozesse, Stoffkreisläufe sowie Fahrweisen.

Ihre Verbesserungsideen setzten sie nach und nach um. Jetzt dauert die Umstellung nur noch zwei statt sechs Wochen und es werden größere Mengen der beiden Produkte hergestellt. Viel Zeit wurde zum Beispiel beim Überprüfen der gesäuberten Behälter auf Rückstände gespart. Dank eines eigenen Geräts werden die Proben jetzt direkt im Betrieb analysiert und das Warten auf die Ergebnisse aus dem Zentrallabor fällt weg. Außerdem sorgt ein Umstellungskoordinator für einen reibungslosen Ablauf des Gesamtprozesses.

„Er arbeitet schichtübergreifend und ist Ansprechpartner für alle beteiligten Mitarbeiter und Gewerke. Dadurch werden die vielen verschiedenen Aktivitäten besser koordiniert und effizient umgesetzt“, sagt Dr. Harald Bernard, Leiter des Betriebes. Für die Gesamtleistung bekam das Team eine Prämie von 130.000 Euro.

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