Forschungspressekonferenz

BASF setzt auf mehr Forschung außerhalb Europas

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Ein Forschungsgebiet der BASF, bei dem die Nanotechnologie ebenfalls eine wichtige Rolle spielt, beschäftigt sich mit der Formulierung von Wirkstoffen und hier speziell mit der Mikroverkapselung. Dabei werden aktive Substanzen mit einer schützenden Hülle, beispielsweise aus Wachs, Polymer oder Öl, umgeben. So können sie gezielter eingesetzt werden und effizienter wirken. Wichtig ist hierbei die kontrollierte Freisetzung der aktiven Substanzen. Den Forschern ist es gelungen, je nach Anwendung die Hülle so zu gestalten, dass sie nur wenige Nanometer dick oder nanostrukturiert ist. Dadurch kann gesteuert werden, wann und mit welcher Geschwindigkeit die Stoffe an dem gewünschten Zielort freigesetzt werden.

Das im Jahr 2012 gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz eröffnete Forschungslabor für Graphen erforscht auch weiterhin die wissenschaftlichen Grundlagen und Anwendungsmöglichkeiten von kohlenstoffbasierten Materialien wie Graphen. Für eine besonders gute Bildqualität bei Flüssigkristallbildschirmen sorgt Irgaphor Red S 3621 CF, das neue Rot der BASF. Es wird in Farbfiltern von Notebook- und Computerbildschirmen sowie Fernsehern eingesetzt.

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Je kleiner die Partikel sind, desto besser ist die Leuchtkraft des Bildschirms. Dem Chemieunternehmen ist es gelungen, bei ihrem Produkt eine Teilchengröße von weniger als 40 nm zu erreichen. Durch die sehr kleinen Teilchen wird das Licht im Farbfilter weniger stark gestreut. Im Vergleich zu bisherigen Farbmitteln wird durch das neue Rot das Kontrastverhältnis des Bildschirms verdoppelt. Der Betrachter sieht dadurch ein sehr scharfes, farbreines, kontrastreiches und letztendlich brillantes Bild.

Potenziale der Nanotechnologie sicher nutzen

Die Erschließung neuer Technologien umfasst sowohl die sachliche Bewertung der Chancen als auch der Risiken. Neben der Entwicklung von Nanomaterialien ist daher deren Risikobewertung ein weiterer Forschungsschwerpunkt. Seit rund zehn Jahren betreibt BASF daher Sicherheitsforschung mit Nanomaterialien. In dieser Zeit hat das Unternehmen mehr als 150 eigene toxikologische und ökotoxikologische Studien durchgeführt und sich an rund 30 verschiedenen Projekten mit externen Partnern beteiligt.

Damit die Potenziale der Nanotechnologie genutzt werden können, sind innovationsfreundliche, gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen entscheidend. „Die öffentliche Diskussion ist uns sehr wichtig. Wir suchen bewusst den Dialog auch mit kritischen Meinungsbildnern“, betont Kreimeyer. So hat BASF zum Beispiel als erstes und bisher einziges Unternehmen in Deutschland ein regelmäßig stattfindendes Dialogforum zum Thema Nanotechnologie ins Leben gerufen.

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