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Einsatz von Polyamid BASF optimiert Scanfähigkeit von Industrie-Handschuh

| Redakteur: Tobias Hüser

In enger Kooperation haben die Unternehmen Workaround, Albis Plastic und BASF eine wichtige Komponente des Industrie-Handschuhs Pro Glove überarbeitet. Als wesentlicher Bestandteil des Handschuhs kommt das semi-transparente Polyamid Ultramid Vision B3K zum Einsatz. In das Polyamid werden nach dem Spritzgießen metallische Kontakte eingepresst, die mit der Elektronik der Scaneinheit im Inneren des Handschuhs verbunden werden.

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Die Scaneinheit im Handschuh Pro Glove
Die Scaneinheit im Handschuh Pro Glove
(Bild: BASF)

Friedrichshafen – Das teilkristalline Polyamid lässt Licht passieren und überzeugt mit einer sehr hohen Lichttransmission bei geringer Lichtstreuung. Die Verbindung des Polyamids mit der Elektronik im Handschuh erfolgt dank der zähen Materialeigenschaften von Ultramid Vision ohne Weißbruch oder gar Bauteilversagen. Zudem bietet Ultramid Vision einwandfreie Sicht auf die Status LEDs im Anzeigenfeld. Somit hat der Arbeiter beide Hände frei und muss seinen Arbeitsprozess nicht unterbrechen.

„Mit Ultramid Vision haben wir vor einem Jahr das weltweit erste teilkristalline Polyamid für semi-transparente bis durchsichtige Bauteile auf den Markt gebracht“, so Rainer Xalter, Produktentwickler im Bereich Performance Materials bei BASF. „Aufgrund seiner Medien- und Temperaturbeständigkeit sowie guten Kratzfestigkeit eignet sich das Material hervorragend für den Einsatz in anspruchsvollen Umgebungen.“

Beim Einsatz in Werk- und Lagerhallen, wo ein Kontakt mit aggressiven Flüssigkeiten und heißen Oberflächen auftreten kann, sind die Anforderungen an das Gehäusematerial besonders hoch. In solchen Umgebungen muss das Sichtfeld für den Laserscanner einwandfrei funktionieren und darf nicht durch äußere Einflüsse Schaden nehmen. „Der Handschuh Pro Glove ist in der Industrie harten Einsatzbedingungen ausgesetzt“, erklärt Thomas Kirchner, CEO und Gründer von Workaround. „Der bis dato aus amorphem Kunststoff gefertigte Teil des Scanners hat für diesen speziellen Anwendungsbereich nicht immer unsere Anforderungen erfüllt.“

Hohe Medienbeständigkeit bietet vielfältige Anwendungsmöglichkeiten

„Die Anforderungen waren eine entsprechende Chemikalienbeständigkeit und Transluzenz, damit der Mitarbeiter die Signale der im Inneren verbauten LED´s sehen kann“, erläutert Benjamin Schindler, der das Projekt bei Albis begleitet hat. „Das Polyamid hat sich von Anfang an in dieser Anwendung bewährt. Somit lag es aufgrund der hervorragenden Eigenschaften nahe, das neue Ultramid Vision einzusetzen.“

Neben dem ungefärbten Ultramid Vision B3K UN bietet BASF auch weitere Produktspezifikationen an. Je nach Kundenwunsch ist es möglich, verschiedene Streugrade und auch Farben einzustellen. Das Polyamid lässt sich insbesondere dort einsetzen, wo eine Sichtkontrolle notwendig ist. Sei es in der Automobil-, Bau- oder Konsumgüterindustrie oder als Designelement für leuchtende Farbeffekte – Ultramid Vision lässt Spielraum für vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten.

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