Verpackungstechnik BASF nimmt Versuchsanlage für Verpackungsfolien in Betrieb

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

BASF hat in Ludwigshafen eine Polyamid-Coextrusionsanlage für Verpackungsfolien und technische Folien in Betrieb genommen. In der Versuchsanlage entwickelt das Unternehmen mit Kunden aus der Folienindustrie neue Anwendungen für Polyamide. Darüber hinaus wird die Anlage für Forschungszwecke, Produktentwicklungen und Materialprüfungen von Folienprodukten genutzt.

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In der hochmodernen 7-Schicht-Coextrusionsanlage können neue Verpackungsfolien aus Ultramid entwickelt werden.
In der hochmodernen 7-Schicht-Coextrusionsanlage können neue Verpackungsfolien aus Ultramid entwickelt werden.
(Bild: BASF)

Ludwigshafen – In der Polyamid-Coextrusionsanlage produziert BASF Castfolien und Blasfolien mit bis zu sieben Schichten. Durch die flexible Auslegung und die Größe der Kombinationsanlage können Produktionsbedingungen simuliert werden. Mit der Anlage will das Chemieunternehmen Versuchsmengen herstellen und neuentwickelte Folienprodukte prüfen.

„Mithilfe der neuen Coextrusionsversuchsanlage können wir gemeinsam mit unseren Kunden neue, individuell auf die Bedürfnisse des Marktes zugeschnittene Folienprodukte entwickeln“, sagt Hermann Althoff, Leiter der globalen BASF-Geschäftseinheit Polyamide und Zwischenprodukte. Je nach Bedarf kann die Anlage als Cast- oder Blasfolienanlage betrieben werden und 20 bis 250 µm dicke, symmetrische oder asymmetrische Folien mit einer Breite von bis zu 750 mm herstellen – und das bei Geschwindigkeiten bis zu 50 m pro Minute. Die Abkühlung der Folien kann im Blasfolienbetrieb durch Luft und je nach Anforderung zusätzlich auch mit Wasser erfolgen. Im Castfolienbetrieb wird die Abkühlung über die Chill-Roll, die zwischen 20 °C und 130 °C einstellbar ist, geregelt.

Durch die Verwendung der unter dem Handelsnamen Ultramid vertriebenen Polyamide in flexiblen Verpackungslösungen soll weniger Verpackungsmaterial benötigt werden. Gleichzeitig kann das verpackte Produkt laut BASF optimal geschützt werden. Dadurch tragen die Polyamide dazu bei, Lebensmittel länger haltbar zu machen. Das Produktportfolio der BASF umfasst in diesem Bereich Ultramid B (Polyamid 6), Ultramid C (Polyamid 6/6.6 Copolymer) und Ultramid A (Polyamid 6.6). Der Chemieriese produziert die Polyamide in Ludwigshafen, Antwerpen, im amerikanischen Freeport und in Sao Paulo.

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