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3D-Druck

BASF kauft zwei Hersteller von 3D-Druck-Materialien

| Redakteur: Tobias Hüser

BASF baut das Arbeitsgebiet 3D-Druck weiter aus und stärkt seine Marktpräsenz bei Powder Bed Fusion mit neuen Produkten und Formulierungen.
BASF baut das Arbeitsgebiet 3D-Druck weiter aus und stärkt seine Marktpräsenz bei Powder Bed Fusion mit neuen Produkten und Formulierungen. (Bild: BASF)

BASF New Business hat alle Anteile der Unternehmen Advanc 3D Materials in Hamburg und Setup Performance im französischen Lyon erworben. Advanc 3D Materials vermarktet Kunststoffpulver und Formulierungen für Selective Laser Sintering (SLS). Setup Performance ist Hersteller und Entwickler innovativer Produkte für Laser Sintering. Die Übernahmen sind ein wichtiger Schritt von BASF beim Ausbau des 3D-Druck-Geschäfts.

Ludwigshafen – Beide Unternehmen gliedert BASF New Business in die Organisation ihrer Tochtergesellschaft BASF 3D Printing Solutions ein. „Nach der Übernahme von Innofil 3D im vergangenen Jahr und der damit verbundenen Stärkung unserer Marktpräsenz bei Kunststoff-Filamenten für die Schicht-Extrusion erweitern wir nun in gleicher Weise den Marktzugang im Arbeitsgebiet Powder Bed Fusion. Das Portfolio ist komplementär zu unserem eigenen Angebot. Mit Produkten wie Polyamid 11, Polyamid 12 und Polypropylen passt es perfekt“, freut sich Dietmar Bender, Vice President Manufacturing & Technology bei der BASF New Business. Im April hatte man bereits ein neues PA6-Material für Selective Laser Sintering-Prozesse vorgestellt, das sich leicht auf den meisten im Markt verwendeten SLS-Maschinen verarbeiten lässt.

Advanc 3D Materials ist bereits mit einer breiten Produktpalette am Markt vertreten und hat eine umfassende Markt- und Anwendungsexpertise aufgebaut. Damit die Materialien in 3D-Druckverfahren eingesetzt werden können, kommt es z.B. auf einen gleichmäßigen, feinen Mahlgrad des Pulvers, zugesetzte UV-Stabilisatoren oder eine gute Rieselfähigkeit an. Setup Performance ist Auftragshersteller und Entwicklungspartner für Advanc 3D und verfügt in Lyon über einen Entwicklungs- und Produktionsstandort für Produkt- und Prozessentwicklung, den hohe Effizienz und kurze Entwicklungszyklen für neue Produkte kennzeichnen.

Die Herstellung individuell geformter Teile aus Kunststoff mit Hilfe der so genannten additiven Schichtfertigung über ein 3D-Druck-Verfahren gewinnt in der Industrie zunehmend an Bedeutung. Eine Methode in diesem Bereich ist das Lasersintern (SLS). Dabei zeichnet ein Laser anhand eines dreidimensionalen Bauplans die Form eines Objekts in ein Pulver, zum Beispiel Polyamid. Das vom Laser getroffene Material schmilzt. So wird nach und nach das gewünschte 3D-Objekt schichtweise aufgebaut. Bisher werden viele komplexe Kunststoffteile mit dem Spritzgussverfahren hergestellt. Demgegenüber bietet der 3D-Druck entscheidende Vorteile: geringere Kosten bei der Produktion von Kleinserien sowie einen deutlich geringeren Zeitaufwand, da keine Gießform erforderlich ist. Dadurch können Teilehersteller unter anderem viel schneller und individueller auf Kundenwünsche eingehen.

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