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BASF-Quartalsbericht

BASF kann Wachstumsprognose für 2015 voraussichtlich nicht halten

| Redakteur: Matthias Back

BASF leidet unter der wirtschaftlichen Lage. Lediglich in den Segmenten Chemicals und Functional Materials & Solutions können die Ludwigshafener eine Ergebnissteigerung verzeichnen. Die verhaltene Konjunktur, Ölpreisrückgang und Asset-Tausch mit Gazprom beeinträchtigen zudem den Umsatz und das Ergebnis im 4. Quartal.

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Bei BASF geht man mittlerweile von einem leichten Rückgang beim Umsatz und beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) in 2015 aus.
Bei BASF geht man mittlerweile von einem leichten Rückgang beim Umsatz und beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) in 2015 aus.
(Bild: BASF)

Ludwigshafen – In einem schwächer als erwarteten Marktumfeld lag der Umsatz der BASF-Gruppe im 3. Quartal 2015 mit 17,4 Milliarden Euro um 5 % unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Das EBITDA stieg vor allem infolge höherer Abschreibungen um 358 Millionen Euro auf 2,9 Milliarden Euro. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen ging dagegen um 171 Millionen Euro auf 1,6 Milliarden Euro zurück. Bei Chemicals stieg das EBIT vor Sondereinflüssen leicht, bei Functional Materials & Solutions deutlich; in den übrigen Segmenten nahm das Ergebnis deutlich ab.

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„Das Sommerloch in diesem Jahr war ausgeprägt; zudem zogen die Mengen auch im September nicht an. Wichtige Märkte wie Brasilien befinden sich in einer Rezession oder wachsen schwächer, wie China“, sagte Dr. Kurt Bock, Vorstandsvorsitzender der BASF.

Absatz beim Chemiegeschäft unter Vorjahresquartal

Der stark gefallene Ölpreis führte zu rückläufigen Verkaufspreisen (minus 8 %), vor allem bei Chemicals sowie Oil & Gas. Der Absatz ging im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht zurück (minus 1 %). Im Chemiegeschäft, das die Segmente Chemicals, Performance Products und Functional Materials & Solutions umfasst, lag der Absatz unter dem Vorjahresquartal; in den Segmenten Agricultural Solutions und Oil & Gas stiegen die Mengen hingegen. In allen Bereichen außer bei Crop Protection waren positive Währungseffekte zu verzeichnen (plus 4 %).

Im 3. Quartal 2015 fielen im EBIT Sondereinflüsse von plus 286 Millionen Euro an, nach minus 32 Millionen Euro im 3. Quartal 2014. Dafür war insbesondere der Ertrag aus dem Ende September 2015 vollzogenen Tausch von Vermögenswerten mit Gazprom maßgeblich. Das EBIT nahm, verglichen mit dem Vorjahresquartal, um 147 Millionen Euro auf 1,9 Milliarden Euro zu. Der Jahresüberschuss nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter stieg um 195 Millionen Euro auf 1,2 Milliarden Euro. Das Ergebnis je Aktie betrug im 3. Quartal 2015 1,31 Euro, nach 1,11 Euro im Vorjahreszeitraum.

In den ersten neun Monaten 2015 lag der Umsatz der BASF-Gruppe mit rund 56,6 Milliarden Euro um 1 % über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Das EBIT vor Sondereinflüssen nahm um 182 Millionen Euro auf 5,7 Milliarden Euro ab. Das EBIT erreichte in den ersten neun Monaten 2015 mit 5,9 Milliarden Euro das Niveau des Vorjahreszeitraums.

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