Pflanzenschutz BASF investiert in Pflanzenschutz in Lateinamerika

Redakteur: Dr. Jörg Kempf

50 Millionen Euro will die BASF in die Hand nehmen und ihre Pflanzenschutz-Produktionsanlagen in Guaratinguetá/Brasilien erweitern. Eine weitere Anlage für die Produktion biologischen Pflanzenschutzes soll bis August dieses Jahres in Chile entstehen. Damit will der Chemieriese seine Position auf den kontinuierlich wachsenden landwirtschaftlichen Märkten Lateinamerikas stärken.

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BASF am Standort Guaratinguetá/Brasilien, etwa 170 Kilometer nordöstlich von São Paulo
BASF am Standort Guaratinguetá/Brasilien, etwa 170 Kilometer nordöstlich von São Paulo
(Bild: BASF)

Limburgerhof, São Paulo/Brasilien – Mit der Investition in den Standort Guaratinguetá/Brasilien, etwa 170 Kilometer nordöstlich von São Paulo, will die BASF die lokalen Produktions- und Formulierungskapazitäten für wichtige Pflanzenschutzprodukte ausbauen und 70 neue Arbeitsplätze schaffen. Ein Teil der Investition wird zur Erweiterung der bestehenden Produktionsstätte für das Fungizid Boscalid eingesetzt, einem wichtigen Wirkstoff zur Bekämpfung von Pilzbefall bei Nutzpflanzen wie Raps, Getreide, Kaffee sowie Obst und Gemüse. Die Erweiterung soll bis Ende Juni 2013 abgeschlossen sein.

Darüber hinaus wird BASF in eine Formulierungsanlage für das neueste Fungizid Xemium investieren. Xemium gehört zur Wirkstoffklasse der Carboxamide und kann laut BASF Landwirten helfen, Pilzkrankheiten bei mehr als 20 Nutzpflanzen zu kontrollieren, so beispielsweise auch Sojarost. Derzeit befindet sich der Wirkstoff in der letzten Phase der Registrierung in Brasilien. Die Anlage soll bis Mitte 2014 einsatzbereit sein.

Schließlich wird in Guaratinguetá auch eine neue Anlage für die Formulierung von Heat gebaut. Das Herbizid wurde erst kürzlich in Brasilien registriert. Es stammt aus der Kixor-Produktfamilie und ist wirksam bei der Kontrolle von breitblättrigen Unkräutern – insbesondere solchen die resistent gegenüber anderen Herbiziden sind. Die Anlage wird voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2014 in Betrieb gehen.

Eine weitere Anlage, ausschließlich für die Produktion biologischen Pflanzenschutzes, soll bis August dieses Jahres in Chile entstehen. Die Produkte sollen das Portfolio der neuen Geschäftseinheit Functional Crop Care stärken.

„Mit der Investition bauen wir unsere Produktion in Südamerika aus und setzen damit unsere Wachstumsstrategie vor Ort fort“, sagte Markus Heldt, Leiter des BASF-Unternehmensbereichs Crop Protection. „Unser Ziel ist es, durch Produktinnovationen und neue Technologien in der Region weiter zu wachsen.“ Heldt betonte, dass BASF nach Abschluss der Investition den Export von Produkten aus Brasilien weltweit erhöhen wird. „Dadurch werden wir ein größeres Gleichgewicht hinsichtlich der weltweiten Produktionskapazität der BASF schaffen“, so Heldt.

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