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Pflanzenschutz BASF eröffnet Produktionsanlage in Großbritannien

| Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Die Nachfrage an biologischen Lösungen für Landwirtschaft und Gartenbau nimmt weltweit zu. Die BASF reagiert auf diese Entwicklung und hat jetzt die erweiterte Produktionsstätte im südenglischen Littlehampton eröffnet.

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Ein Labormitarbeiter begutachtet den Erfolg von neuen Pflanzenschutzwirkstoffen.
Ein Labormitarbeiter begutachtet den Erfolg von neuen Pflanzenschutzwirkstoffen.
(Bild: BASF)

Littlehampton/Großbritannien, Ludwigshafen – Durch die Erweiterung des Standorts erhöht die BASF ihr Produktionsvolumen bei nützlichen Nematoden und Rhizobien. Damit verfolgt das Unternehmen konsequent die Umsetzung der Unternehmensstrategie, Lösungen zu entwickeln, die über den konventionellen Pflanzenschutz hinausgehen.

„Wir investieren stark in die Entwicklung und Herstellung der besten biologischen und chemischen Lösungen für den Pflanzenschutz. Dadurch werden unsere Kunden in der Lage sein, effizienter zu produzieren, höhere Erträge zu erzielen und gleichzeitig die sich ändernden Erwartungen der Gesellschaft zu erfüllen. Wir wollen uns jetzt und auf lange Sicht als innovativer Partner in diesemdynamischen Bereich engagieren“, so Philipp Rosendorfer, Vice President R&D, Functional Crop Care.

Weltweit größte Produktionsstätte für nützliche Nematoden

Mit der Erweiterung kann BASF die Produktionskapazitäten für nützliche Nematoden verdoppeln. Dabei handelt es sich um Mikroorganismen, mit deren Hilfe ein breites Spektrum von Schadinsekten und Schnecken bekämpft werden kann. Mit sechs verschiedenen Arten nützlicher Nematoden verfügt BASF weltweit über ein einzigartiges Portfolio. Dazu gehören Nemaslug und Nemasys-Produkte, die jeweils mit einem spezifischen Wirkmechanismus für Kunden in den Bereichen Gemüseanbau, Rasen und Gartenbau entwickelt wurden.

„Die Nachfrage nach unseren nützlichen Nematoden hat in den vergangen fünf Jahren beträchtlich zugenommen, wobei 2014 unser bisher stärkstes Absatzjahr war“, berichtet Graeme Gowling, Global Marketing Biologicals, Functional Crop Care. „Unsere Kunden messen dem Einsatz von nützlichen Nematoden in integrierten Schädlingsbekämpfungsprogrammen (Integrated Pest Management, IPM) eine zunehmend größere Bedeutung zu. Sie sind einfach in der Anwendung, zeichnen sich durch eine lange Wirkdauer aus und bekämpfen effektiv Schädlinge, die den Ertrag mindern“, so Gowling.

Höhere Verfügbarkeit von BASF-Lösungen zur Saatgutbehandlung

Darüber hinaus wird durch die Erweiterung des Standortes in Littlehampton die weltweite Versorgung mit Bakterien zur Stickstoffbindung durch BASF insbesondere in Europa und Afrika verbessert. Hierbei handelt es sich um sogenannte Rhizobien, d.h. Knöllchenbakterien, die in symbiotischer Beziehung zu ihren Wirtspflanzen aus der Familie der Leguminosen stehen. Die Rhizobien der BASF können Stickstoff effizient binden. BASF produziert diese Bakterien als Bestandteil effizienter Saatgutbehandlung zur Verbesserung der Saatgutgesundheit, der Vitalität der Pflanzen und des Ertragspotenzials. Wichtige Produktesind beispielsweise Vault HP in Nordamerika, Hi Coat in Europa und Südamerika sowie in NodulAid in Australien.

„Mit dieser Entwicklung werden wir unsere Position als Marktführer bei Premium-Produkten für die Saatgutbehandlung weiter ausbauen. Zusammen mit den Investitionen in die Produktionsanlagen in Littlehampton und an anderen Standorten weltweit stärken wir unsere F&E-Aktivitäten und unser Produktportfolio“, sagt Rosendorfer.

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