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F&E-Zentrum in Schanghai eröffnet BASF baut ihre Innovationskraft in Asien aus

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

BASF weitet ihre Forschungsanstrengungen in der asiatischen Region deutlich aus. Die Einweihung des BASF Innovation Campus Asia Pacific in Schanghai ist ein weiterer Meilenstein, um in Zukunft ein Viertel der unternehmensweiten F&E-Aktivitäten im Raum Asien-Pazifik durchzuführen.

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Das Materialphysik- und Analytik-Team der BASF in Schanghai unterstützt die F&E-Aktivitäten des Unternehmens vor allem bei Hochleistungsmaterialien und nachhaltigen Lösungen.
Das Materialphysik- und Analytik-Team der BASF in Schanghai unterstützt die F&E-Aktivitäten des Unternehmens vor allem bei Hochleistungsmaterialien und nachhaltigen Lösungen.
(Bild: BASF)

Schanghai/China – Vor wenigen Tagen wurde der BASF Innovation Campus Asia Pacific eröffnet. In den Ausbau am China-Hauptsitz der BASF in Pudong hat das Unternehmen insgesamt 90 Millionen Euro investiert. „Der Innovation Campus ist das größte F&E-Zentrum der BASF in der Region und ein wichtiger Standort des weltweiten F&E-Verbunds“, sagt Dr. Martin Brudermüller, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der BASF und Chief Technology Officer (CTO).

Der Fokus der Forschungsaktivitäten liegt auf fortschrittlichen Materialien und Systemen. Durch die Erweiterung des Standorts kommen neue Gebiete wie Formulierungen, chemische Verfahrenstechnik und Ingenieurwesen hinzu. Der Standort in Pudong umfasst neben den F&E-Aktivitäten auch Produktions- und Marketing-Funktionen. Er dient damit als integrierte Plattform, um gemeinsam mit regionalen Kunden Innovationen und Anwendungen zu erarbeiten.

Strommasten aus Polyurethan

„Die neuen Einrichtungen ermöglichen BASF regionale Wachstumsindustrien wie Automobil, Bau, Gesundheit und Ernährung sowie Haushalts- und Körperpflege besser zu bedienen“, sagt Sanjeev Gandhi, für die Region Asien-Pazifik verantwortliches Vorstandsmitglied der BASF. Wissenschaftler des Innovation Campus haben bereits neue Anwendungen für die Region entwickelt. Ein Beispiel sind neue Strommasten aus dem Polyurethansystem Elastolit, die gemeinsam mit regionalen Kunden entwickelt wurden.

Basierend auf der Faserwickeltechnologie sind die Strommasten mindestens 2,5-mal windfester als Betonmasten, wiegen jedoch mit jeweils nur 250 kg lediglich ein Viertel so viel wie Betonmasten. Im Jahr 2014, als der Taifun „Rammasun“ auf die Provinz Guangdong traf, haben sie ihre Windresistenz bereits unter Beweis gestellt: Während mehr als 70 000 Beton- und Metallstrommasten zerstört wurden, blieben die Strommasten auf Polyurethanbasis unbeschädigt.

Um den Wirkungsgrad der BASF-Forschung in der Region Asien-Pazifik zu verstärken, wird der Hauptsitz des Bereichs Advanced Materials & Systems Research ab dem 1. Januar 2016 auf dem Innovation Campus in Schanghai sein. Mit dem Umzug wird Dr. Harald Lauke die Verantwortung als Regional Research Representative der BASF für die Region Asien-Pazifik übernehmen.

Indisches F&E-Zentrum wird 2017 eröffnet

Zusätzlich investiert das Unternehmen rund 50 Millionen Euro in den Bau eines neuen Innovation Campus im indischen Navi Mumbai, der im Jahr 2017 eröffnet wird. Die Einrichtung wird etwa 300 Wissenschaftlern Platz bieten, die in den Bereichen Pflanzenschutz, Prozessentwicklung und Polymerforschung arbeiten werden.

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