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Nachhaltige Polymere

BASF-Avantium-JV Synvina produziert nachhaltige Plattform-Chemikalie

| Redakteur: Manja Wühr

Das bereits im März angekündigte Joint Venture von BASF und Avantium ist nun gegründet. Es heißt Synvina, sitzt in Amsterdam/Niederlande und hat große Pläne in Sachen biobasierter Plattform-Chemikalien.

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Synvina – ein Joint Venture von BASF und Avantium – will am BASF-Verbundstandort Antwerpen/Belgien eine Referenzanlage zur FDCS-Produktion errichten.
Synvina – ein Joint Venture von BASF und Avantium – will am BASF-Verbundstandort Antwerpen/Belgien eine Referenzanlage zur FDCS-Produktion errichten.
(Bild: BASF SE)

Ludwigshafen, Amsterdam/Niederlande – Bereits im März 2016 hatten BASF und Avantium ein Gemeinschaftsunternehmen zur Herstellung und Vermarktung von biobasierter Furandicarbonsäure (FDCS), Ausgangsstoff des neuen Kunststoffs Polyethylenfuranoat (PEF) angekündigt. Nun melden die beiden Unternehmen die Gründung von Synvina. Sitz des Gemeinschaftsunternehmens ist Amsterdam/Niederlande.

Neuer Produktionsstandort soll der BASF-Verbundstandort Antwerpen/Belgien sein. Hier will Synvina eine Referenzanlage zur FDCS-Produktion mit einer jährlichen Kapazität von bis zu 50 000 Tonnen errichten. Dafür plant das Unternehmen einen mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag zu investieren. Daneben ist die Lizenzierung der FDCS-Produktionstechnologie für den industriellen Maßstab geplant. Zur FDCS-Produktion wird Synvina das von Avantium entwickelte YXY Verfahren nutzen, das auf Fructose als nachwachsenden Rohstoff basiert.

Biobasierte FDCS eignet sich als Plattform-Chemikalie zur Herstellung verschiedener Produkte für unterschiedliche Einsatzgebiete. Vor allem dient FDCS zur Herstellung des Polyesters PEF, der sich für Lebensmittel- und Getränkeverpackungen sowie für Teppich- und Textilfasern eignet. Gegenüber herkömmlichen Kunststoffen bietet PEF u.a. erhöhte Dichtigkeit gegen Gase wie Kohlendioxid und Sauerstoff, so dass die damit verpackten Produkte länger haltbar sind. Aufgrund seiner höheren mechanischen Festigkeit lassen sich aus PEF dünnwandigere Verpackungen herstellen. Dies reduziert das Verpackungsgewicht sowie die Menge an verwendetem Verpackungsmaterial insgesamt. PEF ist geeignet für Folienbeutel und Flaschen für kohlensäure- und nicht-kohlensäurehaltige Getränke, dabei auch Wasser, Milchprodukte und alkoholische Getränke, hinzu kommen Verpackungen für Körperpflegeprodukte. FDCS eignet sich außerdem zur Herstellung technischer Kunststoffe sowie von Polyamid-Fasern, Polyurethan-Schaumstoffen, Klebstoffen und Beschichtungsmaterialien. Eine weitere Möglichkeit für FDCS ist die Produktion von Estern für Körperpflegeprodukte und Schmierstoffe.

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