TANKEN OHNE TÜCKEN

14.07.2014

Ex-Schutz an Tankstellen

Rauchen kann tödlich sein

Benzin ist kaum entzündlich. Aber wehe, Luft kommt hinzu! Dann genügt schon ein bisschen Benzindampf und ein Funke, etwa von glühender Zigarettenasche – und das Gemisch explodiert. Deshalb ist das Rauchen an der Zapfsäule strikt untersagt.


Die bösen Sitzpolster

Wer einmal an der Zapfpistole abgedrückt hat, sollte lieber nicht zwischendurch noch mal ins Auto. Durch Reibung an den Sitzpolstern kann man sich elektrostatisch aufladen. Greift man wieder zum Zapfventil, springt schon mal der Funke über. Das kann übrigens auch passieren, wenn der Tankeinfüllstutzen defekt ist oder NoName-Reifen montiert sind.


Das Handy – pures Dynamit?

Mitten im Tanken ein Anruf von Mama – das ist höchstens psychologisch explosiv. Damit das elektromagnetische Feld eines Handys eine Explosion auslösen könnte, müsste die Antenne mindestens sechs Watt abgeben – und nicht wie heute maximal zwei. Nur wenn das Mobiltelefon herunterfällt und der Akku herausspringt, können theoretisch Funken fliegen.


Damit nichts passiert

Keine Panik: Tankstellen sind heutzutage mit reichlich Ex-Schutz-Raffinessen ausgestattet. Allein schon der offene Aufbau von Tankstellen reduziert das Risiko. Außerdem saugen zeitgemäße Zapfanlagen Benzindämpfe ab und führen sie wieder ins System zurück. Eine lange Zeit zum Standard gehörende Erfindung zum Ex-Schutz an Tankstellen stammt aus der frühen Zeit von BARTEC: ein Mikroschalter, streichholzschachtelgroß, der direkt in der Zapfsäule eingesetzt wird. Sobald man den Zapfhahn aus der Fassung nimmt, hört man den Schalter klicken und der Tankvorgang beginnt. Die druckfeste Kapselung des mechanischen Schalters verhindert, dass Funken nach außen treten und eine Explosion verursachen. 1975 war die Erfindung der druckfesten Kapselung des Schalters mit einem Kunststoffgehäuse des Firmengründers der erste Meilenstein für BARTEC.