Automatisierungstechnik Automatisierungsspezialist Turck: Furioses 2010 schafft Raum für neue Wege

Redakteur: Gerd Kielburger

Krise war gestern! Mit einer Umsatzsteigerung von mehr als 30 Prozent wurden die Einbußen des Krisenjahres 2009 beim Automatisierungsspezialisten Turck nun mehr als kompensiert. Mit kräftigen Investitionen im In- und Ausland sowie neuen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen den bereits begonnenen Veränderungsprozess weiter vorantreiben.

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Die neue Turck FM-Familie für Strömungssensoren zeichnet sich durch ihre einfache Bedienbarkeit, eine hohe Funktionalität und große Anschlussvielfalt inklusive IO-Link und HART aus. (Bild: Turck)
Die neue Turck FM-Familie für Strömungssensoren zeichnet sich durch ihre einfache Bedienbarkeit, eine hohe Funktionalität und große Anschlussvielfalt inklusive IO-Link und HART aus. (Bild: Turck)

„Nach einem furiosen Jahr 2010 werden wir das Unternehmen nun nachhaltig für eine erfolgreiche Zukunft positionieren“, so die Bilanz von Turck-Geschäftsführer Christian Wolf anlässlich einer Pressekonferenz in Gelsenkirchen. Das Unternehmen erwartet für das Geschäftsjahr 2010 eine deutliche Umsatzsteigerung von über 30 Prozent. Damit dürfte der konsolidierte Umsatz der Turck-Gruppe am Jahresende 350 Millionen Euro übersteigen.

Bereits für 2011 hat sich das Unternehmen nach eigenen Angaben als ambitioniertes Ziel die Umsatzmarke von 400 Millionen Euro gesetzt. Dafür werde man an vielen Stellschrauben drehen. Angst vor Neuerungen kennt man bei Turck dabei nicht: „Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist“, zitiert Geschäftsführer Wolf den Visionär und Autobauer Henry Ford mit Blick auf den bereits begonnenen Veränderungsprozess bei Turck und beschreibt, welche neuen Wege das Unternehmen zukünftig beschreiten will.

Unter anderem gehört die Definition regional-, branchen- und applikationsspezifischer Lösungsportfolios mit einem entsprechend aufgestellten Vertrieb dazu, wie auch die Komplexitätsreduktion über Modularisierung und Plattformentwicklungen sowie die Definition adäquater Preissysteme für Systemlösungen und Serviceleistungen.

Auch die Internationalisierung will Turck weiter forcieren. Schon im kommenden Jahr ist neben der Gründung zweier weiterer Tochtergesellschaften in der Türkei und Brasilien die Intensivierung der Vertriebsaktivitäten der Töchter in Indien und Russland geplant. Darüber hinaus wird das Familienunternehmen an den zentralen Standorten in Mülheim und Halver investieren, unter anderem in die Modernisierung der Lagerlogistik in Mülheim sowie in die Erweiterung der Produktionsfläche in Halver um 11000 Quadratmeter. Allein letzteres schlägt im Investitionsplan mit rund 15 Millionen Euro zu Buche.

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