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Reinstwassersysteme automatisieren

Automatisierung schafft den Sprung in die nächste Dimension des Reinstwassers

| Autor / Redakteur: Ruben Peußer* / Anke Geipel-Kern

Vorbereitung ist alles

Am Anfang jeden Umbaus steht bei BWT Pharma & Biotech eine detaillierte Planung und sorgfältige Vorbereitung. Bei Diasys wurde die CPU (Hauptprozessor) und die Visualisierung auf dem HMI bereits vor der Auslieferung und dem tatsächlichen Umbau vor Ort bei BWT in Bietigheim-Bissingen auf die Kundenwünsche passend programmiert und inklusive Elektroplanung umgesetzt.

Dabei bildet die Visualisierung nicht nur die Parameter und Verfahrensschritte des Osmotron, sondern die des gesamten Loops einschließlich des Lagersystems ab. Danach wurden alle Funktionen in einem Software-Bench-Test (Bürotest) zusammen mit dem Kunden vorgetestet. Vor Ort mussten nur noch einzelne Komponenten ausgetauscht und das HMI eingebaut werden.

Vorarbeit zahlt sich aus

Durch diese Vorarbeit reduzierte sich die Umbauzeit inklusive Qualifizierung/Change Control auf unter drei Tage. Für den Umbau im Betrieb nutzte BWT die Stillstandszeit während einer routinemäßigen Wartung. Automatisiert sind nun auch die Sanitisierungszyklen im Lagersystem. Dazu wird Ozon durch Elektrolyse über einen Bypass direkt in der Steritronzelle erzeugt.

Im Wasser gelöst, wird es über die Rückleitung wieder in den Lagertank eingespeist. Die dort vorherrschende Ozonkonzentration verhindert das Keimwachstum und sanitisiert den Tank kontinuierlich. Bevor das Wasser aus dem Lagertank wieder zurück in den Loop fließt, passiert es eine UV-Lampe, welche das vorhandene Ozon abbaut. Unmittelbar vor und nach dieser UV-Lampe wird die jeweilige Ozonkonzentration gemessen und kontrolliert, dass kein Ozon in den Loop gelangt. Für die regelmäßige Sanitisierung des gesamten Systems deaktiviert die Steuerung die eingesetzte UV-Lampe und sperrt alle Verbrauchsstellen.

So wird das mit Ozon versetzte PW durch das gesamte Ringleitungssystem gepumpt. Am Ringrücklauf wird gemessen, ob die gewünschte Ozonkonzentration erreicht ist. Auf diese Weise werden möglicherweise vorhandene Mikroorganismen und Biofilme verlässlich angegriffen und zerstört. Im Anschluss wird die UV-Lampe wieder aktiviert und das PW zirkuliert bis am Rücklauf kein Ozon mehr nachgewiesen wird.

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