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Modularer Anlagenbau - Teil I Automation Modularer Anlagen – Wie sieht der Königsweg aus?

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Die Automation Modularer Anlagen ist ein heiß diskutiertes Thema in der Prozessindustrie. Auf dem Digital plant Kongress widmet sich eine ganze Session dieser Frage. Dr. Jens Bernshausen (Namur/BTS ) Axel Haller (ABB) stellen den gemeinsamen Ansatz von NAMUR und ZVEI vor.

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Axel Haller, ABB
Axel Haller, ABB
(Bild: ABB)

Die Prozessindustrie, vornehmlich die Chemische und Pharmazeutische Industrie, steht unter einem hohen Wettbewerbsdruck. Die Märkte werden zunehmend volatiler, die Produktlebenszyklen verkürzen sich.

Vor diesem Hintergrund hat die Prozessindustrie in den letzten Jahren erfolgreich an neuen modularen Produktionsansätzen gearbeitet. Forschungsprojekte, wie beispielsweise F3-Factory haben gezeigt, dass eine modulare Bauweise nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht notwendig ist, sondern auch aus verfahrenstechnischer Sicht sinnvoll ist. Erste modulare Produktionsanlagen werden heute schon eingesetzt.

Digital Plant Kongress 2015
Weitere Informationen zur Anwenderplattform für Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Prozessindustrie, Anlagenbau, Anlagenplanung, Anlagenkonstruktion und Instandhaltung finden Sie auf unserer Eventseite zum Digital Plant Kongress 2015.

Um die Vorteile des modularen Anlagenbaus, hinsichtlich eines effizienten Engineerings, jedoch gänzlich ausnutzen zu können, ist neben einer verfahrenstechnischen und physikalischen Modularität auch zwingend eine Modularisierung der Automatisierungskomponenten notwendig.

Basierend auf den Erkenntnissen entstand die NAMUR Empfehlung NE148 „Anforderungen an die Automatisierungstechnik durch die Modularisierung verfahrenstechnischer Anlagen“.

Sowie ein White Paper des ZVEI „Modulbasierte Produktion in der Prozessindustrie – Auswirkungen auf die Automation im Umfeld von Industrie 4.0“

In Zusammenarbeit von Namur und ZVEI werden aktuell Grundlagen erarbeitet, die zukünftig die Modularisierung der Automatisierung, durch einen herstellerneutralen Datenaustausch zwischen eigenständig automatisierten Modulen und einem Prozessleitsystem ermöglicht.

Themen die Gemeinsam erörtert werden, ist die Kapselung von Informationen, die eine modulare Automatisierung unterstützt und die Definition einer standardisierten, herstellerneutralen Schnittstelle zwischen Modulen und dem Prozessleitsystem.

Beides führt zu einer Komplexitätsreduktion und somit zur Reduzierung des Engineering-Aufwands. Eine weiteres Thema sind mögliche Bedien- und Beobachtungskonzepte, sowie die Instanthaltung in Prozessanlagen wird sich ändern. Doch als Resultat wird die Modulare Automation den modularen Anlagenbau wirtschaftlicher machen.

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