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Organische Hochleistungsmaterialien

Auszeichnung und Fördergelder für Synthese im Druckkochtopf

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Miriam Unterlass entwickelt neue Verfahren zur Herstellung von Hochleistungsmaterialien. Dafür erhielt sie nun den Start-Preis des österreichischen Wissenschaftsfonds FWF.

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Miriam Unterlass studierte Chemie und Materialwissenschaftenund ist seit Dezember 2012 am Institut für Materialchemie der TU Wien, wo sie die Junior Research Group „Advanced Polymer Materials“ aufbaute.
Miriam Unterlass studierte Chemie und Materialwissenschaftenund ist seit Dezember 2012 am Institut für Materialchemie der TU Wien, wo sie die Junior Research Group „Advanced Polymer Materials“ aufbaute.
(Bild: TU Wien / Karoline Wolf)

Wien – Viele organische Hochleistungsmaterialien, wie man sie etwa für Akkus, Photovoltaik oder zum Filtern von Abgasen braucht, sind sehr schwer herzustellen. Oft kann man sie nur mit großem Aufwand und unter Einsatz von hochgiftigen Zusatzstoffen produzieren.

Miriam Unterlass vom Institut für Materialchemie der TU Wien geht mit ihrer Forschungsgruppe aber einen anderen Weg: Mit Hilfe eines Prozesses, der den Vorgängen tief in der Erdkruste nachempfunden ist, gelingt es ihr, solche Materialien unter hohem Druck in heißem Wasser zu erzeugen. Dafür bekam sie nun einen der hochdotierten Startpreis-Preise des österreichischen Wissenschaftsfonds FWF.

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Synthese im Druckkochtopf

„Wir arbeiten mit hoher Temperatur und hohem Druck“, erklärt Miriam Unterlass. „Das ist eigentlich untypisch für die Synthese organischer Strukturen. Man könnte vermuten, dass die organischen Moleküle in einer so extremen Umgebung kaputtgehen – doch wir konnten zeigen, dass sich genau auf diese Weise hochgeordnete Gerüststrukturen herstellen lassen.“ Dadurch kann man auf toxische Lösungsmittel, wie man sie in anderen Herstellungsverfahren benötigt, verzichten.

Die Grundidee hat sich Unterlass von der Natur abgeschaut: Manche Edelsteine bilden sich nur in Wasserreservoirs in großer Tiefe, bei Hitze und hohem Druck. Man spricht dann von „hydrothermaler Synthese“. Neu ist, eine Form der hydrothermalen Synthese auch für organische Verbindungen anzuwenden. Unterlass und ihrem Team gelang es bereits, große organische Polymere auf diese Weise zu produzieren. Nun sollen hochgeordnete dreidimensionale Gerüststrukturen hergestellt werden.

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